Oberliga Baden-Württemberg
Bahlinger SC – SV Oberachern 1:0 (0:0)
Mit der 1:0 Niederlage im südbadischen Derby beim Regionalliga-Absteiger Bahlinger SC musste der SV Oberachern erstmals auf fremdem Terrain den Kürzeren ziehen.
„Wenn man die gesamten 90 Minuten betrachtet, dann ist der Erfolg des BSC – auch wenn der späte Siegtreffer recht glücklich zustande kam – auch nicht total unverdient. Wir waren in der zweiten Halbzeit die ein wenig bessere Mannschaft – in der ersten Halbzeit aber waren wir schon klar unterlegen. Das wurmt mich eigentlich mehr als die Niederlage. Dass man in Bahlingen verlieren kann ist so ziemlich das Normalste auf der Welt. Wir haben gegen eine Top-Mannschaft der Liga verloren und das wird sich bald auch in der Tabelle zeigen“, so das nüchterne Fazit von SVO-Coach Fabian Himmel.
Dabei war es in erster Linie einem überragenden Schlussmann Mark Redl zu verdanken, dass seine Elf noch mit einem torlosen Remis in die Pause gehen durfte. In der dritten Minute wäre aber auch Redl machtlos gewesen, als Bahlingens Nikita Ebel nach einer Flanke von Fabian Schmid freistehend per Kopf am Pfosten scheiterte. Ein Schuss von Alex Echner aus 18 Metern verfehlte sein Ziel nur knapp (10.). Auf der anderen Seite wurde es für Bahlingens Keeper Simon Heering nur selten einmal richtig gefährlich. Ein Schuss von Luca Fritz konnte die BSC-Defensive noch klären – die folgende Ecke setzte Fritz per Kopf über das Gehäuse (27.). Nach einer halben Stunde fischte Mark Redl einen Kopfball von Bahlingens Holger Bux mit einer Glanzparade noch aus dem Winkel und einen Distanzschuss von Julde Riggenmann konnte Oberacherns bester Akteur mit der Faust über die Latte lenken (39.).
In Durchgang zwei fanden die Achertäler besser in die Partie. In Minute 54 hatte Nathan Recht zwar freie Bahn, stand aber knapp im Abseits. Nach Zuspiel von Mike Manegold machte sich Oberacherns Wirbelwind Marvin Benefo auf und davon, wurde dabei aber per Notbremse von Logan Kitsamoutsele von den Beinen geholt (65.). Gegen dezimierte Gastgeber verstärkte der SVO den Druck. Henri Scherer scheiterte per Freistoß an BSC-Keeper Heering – auch Luca Fritz brachte das nach vorne abgewehrte Leder nicht Bahlingens Nummer Eins vorbei (66.). Auch gegen Nathan Recht konnte Heering noch zur Ecker klären (69.).
Dann war es ausgerechnet der vor der Saison zum BSC abgewanderte Goalgetter Marin Stefotic, der mit einem spektakulären Treffer in Minute 85 die Niederlage des SVO besiegelte. Aus großer Distanz zog er einfach mal ab und das von Henri Scherer noch leicht abgefälschte Spielgerät senkte sich als Bogenlampe über Mark Redl hinweg zum 1:0 Siegtreffer ins Netz (85.).
„Wir haben es heute in puncto Griffigkeit und gute Ballpassagen einfach nicht hinbekommen, den nötigen Zugriff zum Spiel zu finden“ so SVO-Coach Fabian Himmel, der seinen Blick aber schon wieder nach vorne gerichtet hat: „Die Niederlage wird uns aber definitiv nicht umwerfen. Am Montag werden wir alles aufarbeiten und dann geht es in die Vorbereitung auf die nächste Partie“.
Da wartet am Samstag um 14.30 Uhr mit dem TSV Singen die nächste Aufgabe auf sein erfolgshungriges Team. Wegen den umfangreichen Sanierungsarbeiten des wegen eines Pilzbefalls ramponierten Rasens im heimischen Waldseestadion findet die Partie – wie schon zuletzt gegen Holzhausen – in der KASTO-Arena des FV Gamshurst statt.
Bahlinger SC: Heering, Schmid, Bux, Stefotic (87. Pepic), Ebel (70. Drumm), Echner (46. Garcia Stein), Kitsamoutsele, Bauer, Riggenmann (90. Wehrle), Wuttke, Lienert
SV Oberachern: Redl, Fritz, Sheron (32. Distelzweig), Manegold (67. Weiß), Güzelcoban (81. Hampp), Gueddin (46. Vrazalica), Recht, Benefo, Meier, Ludwig (77. Gjuraj), Scherer
Schiedsrichterin: Selina Menzel (Stutensee)
Zuschauer: 700
Tore: 1:0 Stefotic (85.)
Gelbe Karten: 2/3
Rote Karte: Kitsamoutsele (BSC/65.) wg. Notbremse
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