Oberliga Baden-Württemberg
SV Oberachern – TSV Essingen 0:0
Durch das torlose Remis gegen den TSV Essingen fiel der seit sieben Spieltagen an der Spitze thronende SV Oberachern mit jetzt 30 Zählern zwar auf Rang zwei zurück, doch das tat der Freude über den bislang außergewöhnlich starken Saisonverlauf hinterher keinen Abbruch. Schon gar nicht bei Trainer Fabian Himmel: „Wir haben auch heute wieder alles rausgehauen und uns den Punkt mehr als verdient. Die Chancen auf den Sieg hatten beide Mannschaften. Die eine oder andere Großchance mehr besaßen wohl wir. Das ist aber auch egal – das Remis ist für alle das gerechteste Ergebnis“. Sein Kollege Simon Köpf blies hinterher ins gleiche Horn: „Wir haben gegen eine der besten Mannschaften der Liga ein Top-Spiel gemacht. Ich bin mit der Leistung und dem Punkt zufrieden“.
Im Duell des Vorjahres-6. (SVO) gegen den Vorjahres-5. mussten am Samstag beide wegen Verletzungen bzw. Sperren auf zahlreiche Akteure verzichten.
420 Zuschauer im Oberacherner Waldseestadion sahen dabei ein 0:0 der besseren Sorte mit vielen Torraumszenen. Das große Manko auf beiden Seiten waren die zahlreich vergebenen Möglichkeiten.
Bereits nach vier Minuten scheiterte Essingens Goalgetter Simon Gruber aus kurzer Distanz an SVO-Keeper Mark Redl und nach knapp einer Viertelstunde rettete Jakob Distelzweig mit letztem Einsatz auf der Torlinie. Auf der anderen Seite hatte Kapitän Nico Huber, der erstmals nach seiner zum Saisonauftakt erlittenen Knieverletzung wieder in der Startelf stand, gleich zweimal nach Hereingaben von Maxi Weiß die SVO-Führung auf dem Fuß (8./15.). Im Anschluss an die zweite TSV-Ecke verhinderte Silas Meier ebenfalls auf der Torlinie das 0:1 (35.) und nach 40 Minuten verfehlte ein Schuss von Gruber aus 18 Metern nur ganz knapp sein Ziel. Auf SVO-Seite besaßen Mike Manegold (38.) und zweimal Yves Borie (38./43.) drei gute Chancen zum 1:0.
Nach der Pause folgte zunächst die druckvollste Phase der Achertäler. TSV-Akteur Lennart Ruther konnte mit letztem Einsatz noch vor dem einschussbereiten Huber klären (46.) und nach einer Manegold-Ecke strich ein Kopfball des am langen Pfosten stehenden Silas Meier nur knapp über das TSV-Gehäuse (51.). Auf der anderen Seite konnte Schlussmann Mark Redl einen Schuss des agilen Gökalp Kilic noch zur Ecke entschärfen (53.). Dann musste Marvin Ludwig – bis dato ein zuverlässiger Vertreter des gelb-rot gesperrten Abwehrchefs Henri Scherer – mit einer Schulterverletzung vom Feld (59.). „In einer ganz wichtigen Phase“, so SVO-Coach Fabian Himmel.
Glück für seine Elf, dass Simon Gruber die große Möglichkeit zur Gästeführung leichtfertig vergab (74.). Oberacherns letzte Möglichkeit besaß Jakob Distelzweig, doch sein Kopfball in der Nachspielzeit strich knapp über das Gästetor.
Dann war Schluss und beide Mannschaften durften den verdienten Beifall der Zuschauer für eine zwar torlose aber höchst unterhaltsame Partie ernten.
Am kommenden Sonntag (Spielbeginn 14.00 Uhr)gastiert der SVO bei Türkspor Neckarsulm und da will man weiter auf Punktejagd gehen.
SV Oberachern: Redl, Manegold (71. Bauer), Güzelcoban, Huber, Weiß, Hampp (78. Burkart), Benefo (90.+1 Al Yahya), Meier, Ludwig (59.), Distelzweig, Borie (61. Fritz)
TSV Essingen: Schmidt, Ruther, Etemi, Gebel (90. Oettinger), Gruber, Wiedmann, Szabo, Braig (17. Dambacher), Schelhorn, G. Kilic, E. Kilic
Schiedsrichter: Niklas Diehm (Langenalb)
Zuschauer: 420
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: 2/2
Ecken: 6/7
RM





