Oberliga Baden-Württemberg

SV Oberachern – 1.CFR Pforzheim, 18.09.2021, 15°30 Uhr

Der SV Oberachern muss weiter auf seine ersten Zähler in fremder Umgebung warten.
Nach dem 0:1 im Derby in Linx zogen die Achertäler mit dem gleichen Ergebnis nun auch beim Tabellenvierten Neckarsulmer-Sportunion den Kürzeren.
„Wir waren ähnlich wie in Linx die spielbestimmende Mannschaft mit den klareren Torchancen. Leider ist es uns nicht gelungen, diese in Tore umzumünzen. Dennoch war es ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft. Ich kann ihr überhaupt keinen Vorwurf machen. Am Ende fehlte uns halt auch das notwendige Quäntchen Glück“, bilanzierte Mark Lerandy vom Trainerstab des SVO nach den 90 aufregenden Minuten.
Gleich zweimal rettete das Aluminium für die Württemberger, die vier Minuten vor dem Ende zum alles entscheidenden glücklichen 1:0 trafen.
Durch diese unglückliche Niederlage fiel der SVO in der Tabelle auf Rang 14 zurück.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht, denn schon am Samstag gastiert mit dem 1. CFR Pforzheim der unmittelbare Tabellennachbar im Waldseestadion.
Der Tabellendreizehnte aus dem Brötzinger Tal, der einen Zähler mehr auf dem Konto hat als der SVO, musste sich am Mittwoch im Derby gegen den FC Nöttingen vor 1300 Zuschauern mit einem 1:1 zufrieden geben.
„Wir freuen uns auf das Spiel gegen Pforzheim. Es waren immer sehr spannende Duelle in den letzten Jahren. Natürlich wollen wir das Heimspiel gewinnen“, betont Mark Lerandy. „Wir wissen aber auch, dass Pforzheim aktuell unter ihren Möglichkeiten spielt.
Sollte der aktuelle positive spielerische Trend aber bei uns anhalten, dann bin ich mir sicher, dass wir eine gute Chance haben, etwas Zählbares zu holen“, so der SVO-Coach weiter.
Ginge es dabei nach der Heimbilanz des SVO gegen den CFR Pforzheim, dann stünden die Chancen darauf ausgesprochen gut. Dreimal stand man sich in der Oberliga im Waldseestadion gegenüber und stets behielten die Gastgeber die Oberhand.
Constantin Koch, Gabriel Springmann und Rachid Gueddin fehlen weiterhin verletzungsbedingt – ansonsten steht der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung

 

 

Oberliga Baden-Württemberg

Neckarsulmer SU – SV Oberachern 1:0

Bitterer Abend für den Oberligisten SV Oberachern: in Neckarsulm setzte es eine späte Niederlage

Der SV Oberachern erlebte in der Fußball-Oberliga einen bitteren Mittwochabend. 86 Minuten lang boten die Ortenauer im Auswärtsspiel dem klar favorisierten Tabellenvierten Neckarsulmer SU mehr oder weniger Paroli, hielten ein 0:0 und hatten vor der Pause selbst klare Chancen zu treffen. Und dann machte ein Tor von Steven Neupert vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einem Schlag alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn des SVO zunichte.

Der SV Oberachern konnte von Beginn an den Rückenwind vom 3:1-Sieg gegen Rielasingen-Arlen mitnehmen und dominierte überraschend die erste Hälfte beim Tabellen-Vierten. Dabei lag gleich zwei Mal der Führungstreffer für die Ortenauer in der Luft. In der 13. Minute scheiterte Delio Palmieri am Pfosten des Neckarsulmer Tores. Nach einer halebn Stunde Spielzeit war es Benedikt Asam, der ebenfalls einen Aluminiumtreffer landete. Erst danach machte sich der Favorit bemerkbar. Zunächst meisterte SVO-Keeper Mark Redl einen Freistoß (39.), dann rettete er zwei Minuten vor der Pause bei einem Kopfball mit einer Glanztat.

Die Schwaben drängten nach Wiederbeginn weiter und hatten bis zur 60. Minute ihre stärkste Phase. Dennoch gelang es Neckarsulm nicht, auch nur eine wirklich gefährliche Torgelegenheit herauszuspielen.

Dann berappelte sich Oberachern und gestaltete die Partie ausgeglichen. Mehr noch: Zweimal lag der Führungstreffer für den SVO in der Luft. Zunächstlief der eingewechselte Rais Awell alleine auf den NSU-Torhüter zu, doch Lukas Mai rettete großartig (71.). Acht Minuten später brach Luca Fritz auf der rechten Seite durch, passte gefährlich nach innen und ein Abwehrbein von Neckarsulm kratzte den Ball von der Torlinie.

Dann passierte es. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld und einem Gestochere im Strafraum des SV Ober­achern drückte Steven Neupert den Ball zum alles entscheidend 1:0 für Neckarsulm über die Linie. Der SVO muss diese unglückliche Niederlage schnell abhaken, um für das Heimspiel am Samstag gegen Pforzheim bereit zu sein.

Neckarsulm: Mai – Bellanave (68. Schappes), Albert, Seybold, Müller (77.Cancar), Gotovac, Romano, Fausel, Neupert, Pander (83. Gebert), Schorn.

Oberachern: Redl – Fritz, Dietrich, Güzelcoban (87. Schopf), Durmus, Ambri (75. Zwick), Leberer, Asam, Palmieri (64. Awell), Ludwig, Huber.

Schiedsrichter: Christian Schäffner (Bruchsal).

Tor: 1:0 Neupert (86.).

Oberliga Baden-Württemberg

Sport-Union Neckarsulm – SV Oberachern, Mittwoch 18.30 Uhr

 

Nach dem 3:1 des Oberligisten SV Oberachern gegen Rielasingen gab es viel Lob von allen Seiten.

„Wir haben gegen einen starken Gegner sicherlich ein tolles Spiel gemacht und attraktiven Fußball gezeigt. Dennoch herrscht in der Mannschaft auch nach so einem Sieg – genau wie nach der Niederlage in Linx – eine totale Ruhe und hohe Konzentration auf die nächsten Aufgaben. Wir wollen uns als Mannschaft kontinuierlich entwickeln und das klappt aktuell ziemlich gut – unabhängig von der Tabellensituation oder dem letzten Ergebnis“, betont Fabian Himmel vom Trainerstab des SVO.

Jetzt wartet mit dem Gastspiel in Neckarsulm – und das bei der weiten Anfahrt unter der Woche – aber schon die nächste große Hausnummer auf das Team. Während der SVO erstmals in dieser Saison auf einem Nicht-Abstiegsplatz steht, rangiert die Sport-Union trotz der jüngsten 1:2 Niederlage beim FC Nöttingen auf einem starken vierten Platz. Auf eigenem Terrain konnte die Elf von Trainer Marcel Busch in dieser Saison alle Partien für sich entscheiden. Bislang standen sich beide dreimal in Neckarsulm gegenüber und dreimal zog der SVO den Kürzeren ohne dabei überhaupt einen Treffer erzielen zu können. Da wäre es jetzt eigentlich – trotz der Schwere der Aufgabe – an der Zeit, an dieser Negativstatistik etwas zu ändern.

„Das wird ein echter Härtetest für Körper und Geist. Neckarsulm ist ein ekliger und bissiger Gegner, der viele einfache Dinge sehr gut umsetzt und dabei mit einer hohen körperlichen Präsenz sowohl mit als auch gegen den Ball spielt“ so Himmel, der aber genau weiß, auf was es am Mittwoch ankommen wird: „Wir müssen bereit sein, dieses Duell anzunehmen und in jeder Minute zu einhundert Prozent wach sein. Wenn wir an die Leistung von Samstag anknüpfen können und damit auch bereit sind für Zweikämpfe und maximale Laufbereitschaft, dann ist in Neckarsulm auch ein Punktgewinn drin“.

Verzichten muss er dabei auf den verletzten Gabriel Springmann.  Rachid Gueddin und Conny Koch haben beide Probleme am Sprunggelenk – ihr Einsatz ist noch offen. Ansonsten steht der gesamte restliche Kader zur Verfügung.

 

 

Oberliga Baden-Württemberg   

 SV Oberachern – 1. FC Rielasingen-Arlen 3:1 (3:0)

(RM) Mit 3:1 behielt der Oberligist SV Oberachern mehr als verdient die Oberhand über den 1. FC Rielasingen-Arlen. Es war nicht nur der zweiten Heimsieg der Saison sondern auch die verspätete Revanche für die 0:3 Niederlage im SBFV-Pokalfinale vor einem Jahr.

Damit konnte sich der SVO in seiner insgesamt achten Oberligasaison auf Rang 13 verbessern und der wäre bei bis zu möglichen sieben Absteigern gleichbedeutend mit dem ersten sicheren Nicht-Abstiegsplatz.

Die Partie begann zunächst mit einer Schweigeminute für den unter der Woche nach schwerer Krankheit verstorbenen langjährigen Oberacherner Jugendleiter und Jugendpräsidenten Heinz Schweiß.

Nach der völlig unnötigen 0:1 Derbyniederlage beim SV Linx fanden die Gastgeber richtig gut in die Partie. In Minute 5 konnte FCR-Keeper Dennis Klose einen Freistoß von Mohammed Ambri mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenken. Auf der anderen Seite scheiterte Albert Malaj per Kopf an Mark Redl (11.). Dann wurde Nico Huber auf der linken Seite auf die Reise geschickt. Seine scharfe Hereingabe setzte SVO-Neuzugang Delio Palmieri mit einem trockenen Flachschuss unhaltbar für Klose zum 1:0 ins Netz (19.). Nur  zwei Minuten später erhöhte Huber mit seinem vierten Saisontreffer gar auf 2:0 gegen einen Gegner, der mit nur zwei Gegentreffern bislang die beste Defensive der Oberliga stellte. „Wir haben uns unter der Woche speziell darauf eingestellt, dass wir in der Box präsent sind und die Tiefenläufe machen“, erläuterte Fabian Himmel vom Trainerteam des SVO in fußballerischer Fachsprache und das zeigte offensichtlich Wirkung, denn die Achertäler boten bis dahin eine überzeugende Vorstellung. Nach 41 Minuten hatte der aufgerückte Innenverteidiger Luca Fritz seinen großen Auftritt. Eigentlich trifft Oberacherns >Mister Zuverlässig< ja nur per Kopf ins gegnerische Gehäuse, jetzt versuchte er es über die starke rechte Seite mal mit dem Fuß und prompt zappelte der von Rielasingens Dominik Compagnucci Alemeida noch abgefälschte Ball zum 3:0 im Gästehehäuse.

Kein Wunder, dass das junge Team des SVO wie schon beim letzten Heimspiel gegen den FC 08 Villingen von den 220 Zuschauern im Waldseestadion mit viel Beifall in die Halbzeitpause verabschiedet wurde.

Nach dem Wechsel waren die Gäste zwar um den Anschlusstreffer bemüht, blieben zunächst aber einfach zu ideenlos. Das änderte sich erst, als Rielasingens Coach Michael Schilling mit Pascal Sagmeister und Stephan Ohnmacht zwei frische Kräfte brachte (57.). Zum Glück hatte der SVO aber mit Mark Redl einen Keeper zwischen den Pfosten, der gleich zweimal gegen Rielasingens stärksten Akteur Albert Malaj mit klasse Paraden klären konnte ((68./72.). Delio Palmieri, von SVO-Coach Himmel wieder in die Startelf beordert, hatte in Minute 75 das 4:0 auf dem Fuß, setzte das Leder nach schöner Hereingabe von Huber aber einen Meter über das Gästegehäuse. In Minute 79 fiel dann doch der zu diesem Zeitpunkt auch verdiente Anschlusstreffer durch den mit Abstand gefährlichsten Gästeakteur Albert Malaj. Der SVO wankte aber nur kurz und war am Ende dem 4:1 näher als die Gäste einem weiteren Anschlusstreffer. Der eingewechselte Rais Awell scheiterte erst an FCR-Keeper Klose (88.), dann traf er aus vollem Lauf nur den Pfosten (90.) und in der Nachspielzeit setzte er das Leder knapp am Gästetor vorbei.

Trainerstimmen

Michael Schilling (FCR):

In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht im Spiel. Der Sieg des SVO ist absolut verdient.

Fabian Himmel (SVO):

Gegen die bisher beste Abwehr der Liga haben wir heute drei Tore geschossen. Die ganze Mannschaft hat heute richtig geil gespielt.

SV Oberachern: Redl, Fritz, Dietrich, Güzelcoban, Durmus (87. Barnick), Ambri (73. Lamm), Huber (76. Awell), Leberer, Asam, Palmieri (83. Schopf),  Ludwig

FC Rielasingen-Arlen: Klose, Bertsch, Compagnucci Almeida, Kunze (57. Sagmeister), Serpa, Malaj, Niedermann, Tost (76. Adrovic), Matt (51. Rasmus), Moreno Fell (57. Ohnmacht), Wellhäuser

Schiedsrichter: Christian Schipper (Stuttgart)

Zuschauer: 220

Tore: 1:0 Palmieri (19.), 2:0 Huber (21.), 3:0 Fritz (41.), 3:1 Malaj (79.)

 

Sportfest des SV Oberachern vom 10. bis 12.09.

Nachdem das traditionelle Sportfest des SV Oberachern im letzten Jahr coronabedingt nicht stattfinden konnte, startet der SV Oberachern ab dem kommenden Freitag einen nächsten Anlauf.
Der Höhepunkt am Freitag ist dabei das traditionelle Elfmeterturnier, das sich in all den Jahren zuvor immer größerer Beliebtheit erfreute. Ab 18.30 Uhr versuchen insgesamt 24 Mannschaften, >das Runde in das Eckige zu bringen<.
Am Samstag stehen um 10.00 bzw. 12.00 Uhr zwei Spiele der Jugendmannschaften auf dem Programm.

Um 15.30 Uhr trifft dann das Oberligateam des SV Oberachern in der mit Spannung erwarteten Partie auf den 1. FC Rielasingen-Arlen.
Dabei werden bei allen SVO-Fans wieder böse Erinnerungen wach an jenen 22.08. letzten Jahres, als man im SBFV-Finale im Freiburger Schwarzwaldstadion dem FC Rielasingen mit 0:3 unterlag und damit zum dritten Mal nach 1996 und 2016 den Einzug in die DFB-Pokalrunde verpasste.

Am Sonntag finden dann um 11.00 bzw. 12.30 Uhr zwei weitere Jugendspiele statt.
Um 15.00 dürfen sich die SVO-Fans auf den Start der neuformierten zweiten Mannschaft freuen.
Nachdem diese aus finanziellen Gründen aus der Landesliga am Ende der Saison 19/20 zurückgezogen wurde, will man jetzt in der Kreisliga B einen Neuanfang mit vielen jungen Spielern wagen. „Wir freuen uns riesig, dass es uns gelungen ist, wieder eine zweite Mannschaft zu melden. Diese Truppe besteht hauptsächlich aus dem letztjährigen Oberacherner A-Jugend Jahrgang und ist schon eine verschworene Gemeinschaft. Der Sprung von den Junioren in die Senioren ist zwar eine Herausforderung, aber die Jungs haben in der Kreisliga B große Chancen, viel zu lernen und regelmäßig zu spielen.
Mit Afrim Bejta konnten wir den letztjährigen A-Jugendtrainer für dieses Team gewinnen und das ist natürlich eine Idealbesetzung, da er seine Jungs schon in den letzten beiden Jahren betreut hat“, so SVO-Chef Ralf Lorenz voller Stolz. „Vorne mitspielen“, sagte Bejta zu Beginn der Vorbereitungsphase.
Im ersten Spiel geht es jetzt gegen den TuS Greffern und da will der ehrgeizige SVO-Trainer mit seiner blutjungen Truppe auch gerne den ersten Dreier einfahren.

Zum Abschluss der Neuauflage des Sportfestes steht um 17.30 Uhr ein weiteres Jugendspiel auf dem Programm.
Für beste Bewirtung und gute Unterhaltung ist unter Einhaltung der gängigen Corona-Vorschriften bestens gesorgt, so der Veranstalter.

 

Oberliga Baden-Württemberg

SV Linx – SV Oberachern 1:0 (0:0)

Gute Stürmer sind dann zur Stelle, wenn man am wenigsten mit ihnen rechnet, da sie davor ganz unscheinbar agierten. Die dann aber bei der einen, alles entscheidenden Aktion nur wenige Zentimeter Platz brauchen, ja die eine Millisekunde früher schalten als der Gegner – und eiskalt vollstrecken. Marc Rubio ist so ein Stürmer. Ein richtig guter. Für die Oberliga ist der erfahrene Goalgetter des SV Linx gar ein sehr guter, der am Samstagmittag ein umkämpftes und ausgeglichenes Derby gegen den SV Oberachern mit einer Aktion zu Gunsten der Hanauerländer entschied.

 

Es lief die 69. Minute im Hans-Weber-Stadion vor 750 Zuschauern, als sich auf der linken Flanke Marius Hauser und der agile David Assenmacher durchkombinierten, Letzterer eine Bilderbuchflanke in den Strafraum zog – wo Rubio seinen Bewachern Nicola Leberer und Luca Fritz entwischte und zu einem Weltklasse-Flugkopfball ansetzte, der förmlich in den Maschen einschlug. „Das war gut gespielt. Es war eine geile Flanke von David und da ist Marc Rubio dann gnadenlos. Es war ein typisches Derby, das normalerweise unentschieden ausgeht“, sagte SVL-Trainer Thomas Leberer hinterher. Sein Oberacherner Kollege Mark Lerandy haderte mit dem Ergebnis: „Ich denke, dass wir über das ganze Spiel hinweg die bessere Mannschaft waren, am Ende des Tages bringt es uns aber nix. Es müssen die Bälle über die Linie gedrückt werden, das machen wir aktuell nicht regelmäßig und nicht gut genug. Deswegen hat Linx zwölf Punkte und wir vier.“

Dabei lieferte der SVO eine ordentliche Auswärtspartie ab, war gerade vor der Pause das spielbestimmende Team, versuchte, zielstrebig und direkt nach vorne zu spielen. Doch vor dem Tor agierten Stürmer Nico Huber und Co. dann viel zu umständlich, viel zu harmlos – der finale Pass fand meist keinen Abnehmer.

Die Hausherren dagegen blieben gerade offensiv in den ersten 45 Minuten vieles schuldig. Dennoch hatte der SVL die erste Chance des Spiels, als der Ball nach einem Freistoß eher per Zufall zu Rubio, der bis auf sein Tor nahezu komplett von der SVO-Innenverteidigung abgemeldet wurde, kam, dieser blitzschnell schaltete und aus wenigen Metern Mark Redl zu einer Glanzparade nötigte (18.). Die Gäste, die in der ersten Halbzeit allein fünf Eckbälle verzeichneten, kamen gefährlich vors SVL-Tor als Benedikt Asam Daniel Künstle aus spitzem Winkel prüfte (29.). Nur eine Minute später stand der Schlussmann erneut im Mittelpunkt, als er eine Ecke erst unzureichend wegfaustete, den Nachschuss von Marvin Ludwig aber gerade noch über die Latte lenken konnte. Eine knappe Halbzeitführung für die Lerandy-Truppe wäre durchaus verdient gewesen.

Nach der Pause mussten beide Teams den heißen Temperaturen und dem Mittwochspiel Tribut zollen. Nach 23 Minuten Leerlauf hatte erneut der SVO die erste gute Aktion auf seiner Seite – doch ein Fritz-Kopfball strich am Pfosten vorbei. Besser machte es dann 60 Sekunden später Rubio, der nach dem ersten durchdachten Linxer Spielzug zum Tor des Tages in die Maschen köpfte.

Wer nun mit einer Drangphase der Gäste rechnete, sah sich getäuscht. Zwar gab sich der SVO keineswegs auf, kombinierte sich meist ins letzte Drittel, wo dann aber bei der SVL-Defensive um Adrian Vollmer Endstation war. Nur bei einem Springmann-Schuss (76.) war der Heimsieg noch in Gefahr.

SV Linx: Künstle – Feger, Vollmer, Schwenk, Aras – Gülsoy, Sepp, Recht (46. Hauser) – Assenmacher (78. Assenmacher), Rubio (78. Joseph), Martin (46. Hauser).

SV Oberachern: Redl – Awell (60. Palmieri), Springmann (80. Gueddin), Leberer, Fritz, Asam – Ludwig, Güzelcoban – Huber, Durmus (90. Schopf), Ambri (73. Dietrich).

Schiedsrichter: Matthias Wituschek – Zuschauer: 750 – Tor: 1:0 Rubio (69.) – Gelbe Karten: Sert, Gülsoy, Kyre – Awell, Springmann, Palmieri – Beste Spieler: Vollmer, Gülsoy – Asam, Leberer.

 

Oberliga Baden-Württemberg   

SV Oberachern – FC 08 Villingen  3:2 (3:2)

Mit einer beeindruckenden Energieleistung erkämpfte sich der SV Oberachern seinen ersten Saisonsieg, der am Ende mehr als verdient war.

Wie schon beim 1:5 in Ravensburg hatte der SVO dabei einen Auftakt nach Maß. Nach einer verunglückten Rückgabe von Frederick Bruno auf 08-Keeper Andrea Hoxha traf Nico Huber zum 1:0. Die Antwort der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach einem Fehler in der SVO-Defensive klatschte das Leder erst an den Pfosten, den Abpraller drückte Erich Sautneri zum 1:1 über die Linie (9.). Die von Cemal Durmus getretene erste Oberacherner Ecke köpfte Marvin Ludwig zur erneuten Führung ins Villinger Gehäuse. Danach waren wieder die Gäste am Zug. Kamran Yahyaijan mit dem 2:2 in Minute 18. Vier Minuten später brachte Huber den SVO mit seinem dritten Saisontreffer wieder mit 3:2 in Front. Auch danach waren es die Achertäler, die auf die Tube drückten, vor allem wenn Goalgetter Huber in Szene gesetzt wurde.

Mit viel Beifall wurden die Spieler des SV Oberachern in die Pause verabschiedet, zeigten sie doch bis dahin die mit Abstand stärkste Saisonleistung.

Mit Patrick Peters und Nico Tadic brachte Villingens Coach Marcel Yahyaijan nach der Pause zwei frische Kräfte. Mohammed Ambri hatte das 4:2 auf dem Fuß, scheiterte aber an Hoxha, der zur fünften Oberacherner Ecke klären konnte (59.). Auf der anderen Seite scheiterte Yahyaijan am glänzend parierenden SVO-Schlussmann Mark Redl (64.).

Als auf Villinger Seite Lhadji Badiane in der 69. Minute eingewechselt wurde rieben sich viele  Oberacherner Zuschauer verwundert die Augen. Beim SVO wurde zu Beginn der Woche der Vertrag mit Badiane, der zuletzt wegen fortwährender muskulärer Probleme nicht zur Verfügung stand, im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Nur einen Tag später wechselte der 34-jährige Ex-Profi zum heutigen Gegner und wurde in Minute 69 für Frederick Bruno eingewechselt. Villingens medizinische Abteilung hatte dabei wohl gute Arbeit verrichtet. Der eingewechselte Mehmet Güzelcoban verzog danach nur knapp, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit hatte der SVO großes Glück, dass der Kopfball von Mauro Chiurazzo nur den Pfosten des SVO-Gehäuses streifte.

Dann war Schluss und die Mehrzahl der 350 Zuschauer spendete minutenlangen Beifall für eine starke Leistung der Achertäler.

Trainerstimmen

Marcel Yahyaijan (FC 08):

In der Summe war es am Ende ein verdienter Sieg für den SV Oberachern und für die Zuschauer ein tolles Spiel. In der 2. Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch.

Pech für uns, das der Kopfball in der Nachspielzeit nur am Pfosten landete.

Fabian Himmel (SVO):

Wir haben zwar nicht die Qualität von Villingen aber mit brutal viel Herz und Leidenschaft das Spiel betrieben. Mich freut es für meine Jungs, die heute alles in die Waagschale geworfen haben und am Ende auch verdient als Sieger vom Platz gingen.

SV Oberachern: Redl, Fritz, Zwick, Durmus (90.Dietrich), Ambri (83. Gueddin), Huber (71. Awell), Springmann, Leberer, Asam, Palmieri (77. Güzelcoban),  Ludwig

FC 08 Villingen: Hoxha, Chiurazzi, Busam, Plavci, Yahyaijan, Mbem-Som Nyamsi (46. Tadic), Rama-Bitterfeld (46. Peters), Kunz, Bruno (69. Badiane), Albrecht, Sautner (87. Bak)

Schiedsrichter: Timo Bugglin (Weil)

Zuschauer: 350

Tore: 0:1 Huber (4.), 1.1 Sautner (9.), 2:1 Ludwig (16.), 2:2 Yahyaijan (18.), 3: 2 Huber (22.)