Kreisliga A, Staffel Süd

SG Lauf/Obersasbach – SV Oberachern II 2:1 (1:0)

Nach einer völlig verschlafenen ersten Halbzeit musste die zweite Mannschaft des Oberligisten SV Oberachern im Derby bei der SG Lauf/Obersasbach eine weitere Niederlage hinnehmen. Bereits vor dem Spiel hatten die Achertäler eine Hiobsbotschaft zu verkraften, weil Keeper Sebastian Ruf verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte. So kam der etatmäßige Innenverteidiger Aaron Back zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison als Torhüter.

„Die Umstände der kurzfristigen Umstellung und der Einsatz eines Feldspielers im Tor stellten uns vor eine große mentale Herausforderung“, so Oberacherns Coach Valentin Siefermann.

Die aufstrebenden Gastgeber, die jetzt schon seit acht Spieltagen ungeschlagen sind, besaßen dabei gleich zu Beginn zwei dicke Möglichkeiten zur Führung. Dann war es Jonas Lepold, der einen Blackout von Oberacherns Kapitän Tim Karcher mit dem 1:0 bestrafte (18.). Die SG war auch weiterhin das klar dominierende Team und hätte eigentlich schon vor der Pause deutlich höher führen können.

Die Kabinenansprache des SVO-Trainers verfehlte ihre Wirkung nicht, denn im zweiten Durchgang stand sein junges Team hinten wesentlich sicherer und konnte in der Offensive endlich auch Akzente setzen.

In der 51. Minute war es der agile Arne Schmidt, der per Kopf eine Hereingabe von Atakaan Kökten im Anschluss an einen Ecke zum zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 1:1-Ausgleich über die Linie beförderte.

Von diesem Zeitpunkt an spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der SG ab. Der SVO agierte jetzt deutlich ballsicherer als noch in der ersten Halbzeit und begann endlich auch Fußball zu spielen.

Nach einer schönen Kombination besaß Kökten die große Chance zum 1:2. Nachdem er Keeper Matteo Zeller bereits ausgespielt hatte, konnte die SG das Leder noch auf der Linie klären (68.).

Auf der anderen Seite war es Luca Doninger, der nach Vorarbeit von Marius Sackmann SVO-Schlussmann Back umkurvte und das Leder zum 2:1 Siegtreffer ins leere Gehäuse schieben konnte (74.).

In der 80. Minute sah Oberacherns Maja Sanneh nach einer Undiszipliniertheit noch die Gelb-Rote Karte.

„Trotz Unterzahl warfen wir noch einmal alles nach vorne, wurden für unseren Aufwand in der zweiten Halbzeit jedoch nicht belohnt. Während wir in der ersten Halbzeit Glück hatten, nicht höher in Rückstand zu geraten, erspielten wir uns im zweiten Durchgang durchaus Chancen, die Partie noch zu drehen. Am Ende geht die Niederlage aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten aber in Ordnung. Für die kommenden Spiele erwarte ich von meiner Mannschaft jedoch eine bessere Punkteausbeute“, so das Fazit von SVO-Coach Valentin Siefermann nach der dritten Auswärtsniederlage seines Teams.

 

RM