Oberliga Baden-Württemberg
SV Oberachern – TSV Singen 4:1 (2:1)
Der SV Oberachern sorgt weiter für Furore in der Oberliga. Nach dem 4:1 über den TSV Singen stehen die Achertäler jetzt schon seit sechs Spieltagen ganz oben in der Tabelle.
Wegen den zwischenzeitlich abgeschlossenen Sanierungsarbeiten des wegen eines Pilzbefalls ramponierten Rasens im heimischen Waldseestadion fand die Partie – wie schon vor zwei Wochen beim 3:0 gegen Holzhausen – in der KASTO-Arena des FV Gamshurst statt.
Der aktuelle Ligaprimus fand dabei gut in die Partie und ließ die Elf vom Hohentwiel, die am vergangenen Spieltag noch den Tabellenzweiten TSG Backnang am Rande einer Niederlage hatte, lange Zeit überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.
Ein Distanzschuss von Memo Güzelcoban strich gleich zum Auftakt nur knapp über das Gehäuse von Singens Keeper Jerome Rivas (3.). In Minute 9 lag den SVO-Fans schon der Torschrei auf den Lippen, doch nach einer scharfen Hereingabe von Luca Fritz rutschten Mike Manegold und auch Marvin Benefo im Fünfmeterraum haarscharf am Leder vorbei. Zwei gefährliche Kopfbälle von Yves Borie verfehlten ebenfalls knapp ihr Ziel (13./16.). Dann aber war es Luca Fritz, der sich gegen zwei Gegenspieler energisch durchsetzen konnte und mit einem platzierten Schuss aus halbrechter Position das längst fällige 1:0 erzielte (18.). Nur fünf Minuten nach der Führung zischte ein weiterer Schuss des stark aufspielenden Oberacherner Kapitäns knapp am TSV-Gehäuse vorbei.
Nach knapp einer halben Stunde konnten auch die Gäste vom Hohentwiel ihr erstes Ausrufezeichen setzen. Buba Camara scheiterte beim Abschluss nach einem Konter aber am Außennetz. Besser machte es Singens gefährlichster Akteur dann in Minute 32 als er nach einem weiteren Konter dem bis dato so gut wie beschäftigungslosen Mark Redl mit einem Schuss aus 16 Metern beim 1:1 keine Abwehrmöglichkeit ließ. Bei einer weiteren Möglichkeit der Gäste durch Eudes Yao war Redl souverän zur Stelle (35.).
„Nach den zuvor vielen vergebenen Chancen hatten wir wohl das Gefühl, dass das irgendwie schon wird und haben dann den Faden ein wenig verloren. Wir laufen dann in ein paar Kontermöglichkeiten rein und eine davon schlug dann auch ein. Das hat mich schon ein wenig geärgert. Wenn man so gut anfängt, dann sollte man auch auf dem Gaspedal bleiben. Singen hat daraus eine enorme Energie gezogen. Danach mussten wir uns erst einmal wieder sortieren“, so SVO-Coach Fabian Himmel, der aber kurz vor dem Pausenpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Maurice-Alexander Bollheimer über die erneute Führung jubeln durfte. Nach feinem Zuspiel von Memo Güzelcoban war erneut Luca Fritz mit seinem insgesamt fünften Saisontreffer zum 2:1 erfolgreich (44.).
In Durchgang zwei blieb der SVO zunächst am Drücker. Ein Schuss von Mike Manegold strich knapp über den TSV-Kasten (55.). Nur eine Zeigerumdrehung später wurde er von Yves Borie glänzend in Szene gesetzt und beförderte das Leder zum umjubelten 3:1 über die Linie. Dann war es Marvin Benefo der mit dem 4:1 nach gut einer Stunde und Saisontreffer Nummer 5 die Weichen auf den fünften Heimsieg stellte.
Danach schaltete der SVO im Gefühl des sicheren Sieges gleich mehrere Gänge zurück. „In der zweiten Halbzeit haben wir richtig dominant begonnen und konnten uns auch wieder zahlreiche Chancen herausspielen. Über die Phasen nach dem 4:1 müssen wir aber definitiv sprechen. Eine andere Mannschaft hätte uns da noch ein oder zwei Tore reingedrückt“, grantelte Fabian Himmel, der am Ende aber überwiegend lobende Worte für sein Team übrig hatte. „Dennoch ein Kompliment an die Jungs wie sie nach der Niederlage in Bahlingen wieder in die Spur gefunden haben und auch ihre Offensivpower wieder eindrucksvoll unter Beweis stellten“, so der SVO-Coach, der seinen Blick aber gleich wieder nach vorne richtet: „Am Montag nehmen wir die Arbeit wieder auf und am Samstag haben wir dann wieder ein absolutes Brett vor der Brust“.
Da wartet beim bärenstarken Aufsteiger Young Boys Reutlingen (5./22 Punkte) die nächste schwere Aufgabe auf sein erfolgshungriges Team.
SV Oberachern: Redl, Fritz (62. Recht), Manegold (70. Burkart), Güzelcoban (81. Ibrahim), Weiß, Hampp, Benefo (76. Bauer), Meier, Distelzweig, Borie, Scherer (67. Zwick)
TSV Singen: Rivas, Compagnucci, Serpa (66. Hamdushi), Ibi (29. Kouadio), Lynch (70. De Lillo), Niedermann, Camara (75. Vorih), Bakayoko, Yao, Török, Bakinen (65. Amedov)
Schiedsrichter: Maurice-Alexander Bollheimer (Karlsruhe)
Zuschauer: 240
Tore: 1:0 Fritz (18.), 1:1 Camara (32.), 2:1 Fritz (45.), 3:1 Manegold (56.), 4:1 Benefo (62.)
Gelbe Karten: 3/5
RM







