Oberliga Baden-Württemberg
SV Oberachern – FC 08 Villingen 0:1 (0:0)
Nach dem Traumstart mit vier Siegen musste der SV Oberachern im südbadischen Duell gegen den FC 08 Villingen mit 0:1 den Kürzeren ziehen.
Eine Niederlage, die nicht nur bei vielen der 400 Zuschauern am Ende für viel Kopfschütteln sorgte. „Wir haben unglaublich viel Gas gegeben und waren auch unglaublich zweikampfstark und laufintensiv. Wir hatten viele gute Phasen mit Ball und genügend Großchancen, um dieses Spiel zumindest mit einem Tor für uns zu entscheiden. Was mich aber maßlos ärgert und das wird auch noch einige Tage dauern bis ich das halbwegs verarbeitet habe, ist diese unsagbare Leichtsinnigkeit, die wir bei unserer fast letzten Aktion hatten“, sagte Oberacherns Coach Fabian Himmel nach der völlig unnötigen Heimniederlage gegen die Schwarzwälder.
Es lief schon die zweite Minute der insgesamt dreiminütigen Nachspielzeit als der erst kurz zuvor eingewechselte Kevin Müller eine Nachlässigkeit im Spielaufbau des SVO, die zu einer 4 zu 2 Überzahlsituation der Villinger führte, gnadenlos bestrafte. Von Dominik Emminger glänzend in Szene gesetzt, hatte Müller keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz zum 0:1 Siegtreffer über die Linie zu befördern.
Dabei fanden die Gastgeber gut ins Spiel und hatten über weite Strecken auch fast alles im Griff. Nach einer Viertelstunde scheiterte Marvin Benefo am gut reagierenden 08-Keeper Andrea Hoxha. Mike Manegold hatte die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung in Minute 23 auf dem Fuß. Von Benefo glänzend freigespielt hatte er plötzlich freie Bahn – setzte das Leder aber an Hoxha vorbei knapp neben das Gehäuse.
Auch nach dem Wechsel waren die Gastgeber das tonangebende Team. Benefo (48./49) und zweimal Manegold per Kopf (56./65.) scheiterten aber entweder an Keeper Hoxha oder hatten das Visier falsch eingestellt. Auf der anderen Seite blieb ein Schuss von Gian-Luca Feißt (53.), der sein Ziel aber um einige Meter verfehlte, die einzig halbwegs gefährliche Ausbeute der Gäste, die nur noch auf Konter lauerten.
Ein Schuss von Rachid Gueddin aus 18 Metern zischte einen Meter am Villinger Pfosten vorbei (76.) und ein Kopfball des Oberacherner Mittelfeldakteurs im Anschluss an die siebte Ecke strich ganz knapp über das Gehäuse der Nullachter (86.).
Dann lief schon die besagte zweite Minute der Nachspielzeit, die den SVO mit dem 0:1 durch Kevin Müller um den eigentlich verdienten Lohn für eine mehr als ansprechende Leistung brachte.
„Das Tor hat ja eigentlich nicht Villingen gemacht – das haben wir uns selbst reingeschossen. Da haben wir ganz bitteres Lehrgeld bezahlt. Diese Niederlage war heute mehr als vermeidbar. Wir hätten einen Dreier holen müssen. Dass wir uns aber durch so eine Dummheit selbst so massiv bestrafen, das tut schon unglaublich weh“, sagte SVO-Coach Fabian Himmel nach dem Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Patrick Raßl (Karlsruhe).
Zeit zum Durchschnaufen bleibt für sein Team nur wenig, denn bereits am Mittwoch führt die Reise des SVO (3. Platz/12 Punkte) zum Tabellenführer SSV Reutlingen, der bislang alle Spiele für sich entscheiden konnte.
SV Oberachern: Redl, Fritz, Sheron, Zwick, Manegold, Güzelcoban, Vrazalica (77. Al Yahya), Recht (63. Weiß), Benefo (89. Burkart), Ludwig (66. Gueddin), Scherer (77. Meier)
FC 08 Villingen: Hoxha, Krieger, Busam (75. Spät), Pintidis (86. Müller), Emminger, Leberer (59. Torres Farias), Glück, Albrecht (90.+3), Liserra, Feißt (59. Babic), Rinaldi
Schiedsrichter: Patrick Raßl (Karlsruhe)
Zuschauer: 400
Tore: 0:1 Müller (90.+2)
gelbe Karten: 4/2
Ecken: 7/3
RM







