Oberliga Baden-Württemberg
FC Nöttingen – SV Oberachern 0:1 (0:0)
Im badischen Duell beim FC Nöttingen durften die Achertäler einen am Ende zwar etwas glücklichen, aber auch nicht ganz unverdienten 1:0 Erfolg feiern.
Im vierten Spiel bereits der vierte Sieg – der SV Oberachern sorgt in seinem mittlerweile 13. Jahr im baden-württembergischen Oberhaus nicht nur bei seinen eigenen Fans für fast schon ungläubiges Kopfschütteln.
Oberacherns Coach Fabian Himmel war nach dem hartumkämpften Duell in der Kleiner-Arena hinterher „fix und fertig“. „Das alles ist kaum noch in Worte zu fassen. Ich gönne es den Jungs total. Viele Jahre hatten wir enge Duelle, in denen wir den Kürzeren gezogen haben oder uns mit einem Remis begnügen mussten. Wir haben physisch und psychisch aktuell die Fähigkeiten, immer noch ein paar Körner draufzusetzen . Ich hoffe nur, dass jetzt auch die Erwartungshaltung gesund bleibt, denn es ist nicht normal, was gerade bei uns abläuft“.
Die 321 Zuschauer in der Nöttinger Kleiner-Arena sahen in Durchgang Eins eine ausgeglichene Partie, in der sich das Spielgeschehen meist nur zwischen beiden Strafräumen abspielte. Nur einmal wurde es richtig gefährlich für die Gäste als Nöttingens Kapitän Oguzhan Kececi nach feiner Einzelaktion am glänzend parierenden Keeper Mark Redl scheiterte (14.). Auf der anderen Seite blieb ein Freistoß von Henri Scherer, der aber an der Mauer scheiterte, eine der wenigen torgefährlichen Szenen auf Seiten des SVO (40.).
Zehn Minuten nach dem Wechsel ging Nöttingens Julian Bürkle nach einem Oberacherner Ballverlust im Mittelfeld auf und davon – sein noch leicht abgefälschter Schuss verfehlte das SVO-Gehäuse aber knapp.
Nach einer Aktion von FCN-Keeper Thilo Marksteiner an Anes Vrazalica innerhalb des Strafraums zeigte der Unparteiische auf den ominösen Punkt. Der Gefoulte selbst ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte zum 0:1 (60.). Nur zwei Minuten danach hatte Mike Manegold freie Bahn zum 0:2, scheiterte aber am stark reagierenden Schlussmann Marksteiner. Glück für den SVO, dass der Schuss von Enes Tubluk nur an den Pfosten klatschte (65.). Die Gastgeber verstärkten in der Folgezeit ihre Offensivbemühungen, was dem SVO aber auch immer wieder Raum für Konter eröffnete. Kurz vor Schluss scheiterten die eingewechselten Jan Burkart und Rachid Gueddin an Keeper Marksteiner.
Am Ende jubelten Spieler und Fans des SVO über einen weiteren Dreier.
„Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel ohne viele Torraumszenen, in dem um jeden Zentimeter geackert wurde. Wir hatten in der ersten Hälfte mehr Ballbesitz. Nöttingen hat immer wieder mit Kontern Nadelstiche gesetzt, die wir aber gut verteidigt haben. Nach der Pause haben wir es irgendwie geschafft, noch mehr zu laufen und in unserer Spielstruktur zuzulegen. Nöttingen machte in der Schlussphase mehr auf und wir hatten dann die eine oder andere Kontermöglichkeit und hätten dabei das 2:0 machen können. Wenn es aber 1:1 ausgegangen wäre, hätte sich auch keiner beschweren dürfen“, so das Fazit von Oberacherns Coach Fabian Himmel.
Am kommenden Samstag um 14.30 Uhr wartet das mit Spannung erwartete südbadische Derby gegen den Dauerrivalen FC 08 Villingen auf seine Elf.
FC Nöttingen: Marksteiner, Schmidt, Avdic, Bauer, Campanile (76. Specht), Egle (81. Hamka), Kececi, Fassler, Kronmüller (76. Savvidis), Bürkle (70. Catanzano), Tubluk (68. Babic)
SV Oberachern: Redl, Fritz, Sheron, Zwick (62. Ludwig), Manegold (90. Burkart), Güzelcoban (70. Gueddin), Vrazalica (77. Al Yahya), Weiß, Hampp, Benefo, Scherer (70. Meier)
Zuschauer: 327
Schiedsrichter: Pirmin Fronmüller (Heidenheim)
Tor: 0:1 Vrazalica (60./FE)
Gelbe Karten: 2/0
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