Oberliga Baden-Württemberg

SV Oberachern – Karlsruher SC II 3:0 (2:0)

„Wir haben jetzt zweimal hier kein Tor geschossen, das regt mich schon ein wenig auf“, sagte der routinierte Coach des KSC Dietmar Blicker hinterher mit gefasster Stimme. Nach dem torlosen Remis zum Auftakt in der Vorsaison zog sein junges Team in der Neuauflage zum Saisonstart am Freitagabend mit 0:3 den Kürzeren.

Für den neuformierten SV Oberachern hingegen ein Start nach Maß in seine mittlerweile dreizehnte Saison im Baden-Württembergischen Oberhaus.

Bereits nach knapp einer Viertelstunde stellte Luca Fritz die Weichen auf Sieg. Eine präzise Hereingabe von Neuzugang Mike Manegold beförderte Oberacherns Leistungsträger per Kopf zum 1:0 über die Linie. Für KSC-Keeper Ferdinand Gebert gab es da nichts zu halten.

Die Achertäler waren in der Folgezeit das spielbestimmende Team. Nach einem Lupfer von Kapitän Nico Huber scheiterte Maxi Weiß am gut reagierenden Gebert (16.) und Manegold verpasste eine scharfe Fritz-Hereingabe nur denkbar knapp (20.). Auch bei einem Schuss von Memo Güzelcoban war der KSC-Schlussmann zur Stelle (22.). Dann aber war es Noah Zwick, der eine präzise Güzelcoban-Flanke per Kopf zum vielumjubelten 2:0 ins KSC-Gehäuse beförderte (27.). „Bis zum ersten Tor war gegen einen guten Gegner noch alles in Ordnung, aber danach waren wir in der ersten Halbzeit in allen Spielphasen unterlegen. Beim zweiten Tor haben wir total gepennt“, grantelte KSC-Coach Dietmar Blicker. Kurz vor der Pause hätte es gar noch schlimmer für sein Team kommen können. Erst scheiterte Luca Fritz an Keeper Gebert – den Nachschuss setzte Henri Scherer aus guter Position denkbar knapp am Tor vorbei.

Nach dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Oskar Roeck fand die Zweitliga-Reserve zwar besser in die Partie, tat sich aber gegen die gut organisierte SVO-Defensive weiterhin ausgesprochen schwer. Auf der anderen Seite hatte Noah Zwick die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch nach klasse Zuspiel von Marvin Benefo klatschte sein Schuss nur an die Latte (61.). Es dauerte bis zu 68. Minute, dann kamen auch die Gäste zu ihrer ersten richtig dicken Möglichkeit. Der eingewechselte Julian Gerold, der in der Saison 24/25 auch schon das SVO-Trikot trug, scheiterte nach feiner Einzelleistung am glänzend reagierenden Mark Redl. „Wenn wir da das 2:1 machen hätten wir noch einen Punkt holen können“, so der KSC-Coach.

Dann folgte die Szene in der 83. Minute, die nicht nur Oberacherns Trainer Fabian Himmel große Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Ohne Einwirkung seines Gegenspielers knickte SVO-Kapitän Huber beim Kampf um den Ball um und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz.

Den Schlusspunkt setzte Neuzugang Marvin Benefo, der nach Zuspiel von Jan Burkart zum 3:0 erfolgreich war (90.+4).

SVO-Coach Fabian Himmel, der hinterher erst einmal aufmunternde Worte an seinen verletzten Kapitän Nico Huber richtete, war mit dem Auftritt seiner Elf mehr als zufrieden: „Das war eine unglaublich aufopferungsvolle Leistung. Wenn noch vor der Halbzeit unser drittes Tor fällt, hätte sich auch keiner beschweren dürfen. Wir hatten heute einfach einen geilen Auftritt und auch das notwendige Quäntchen Glück“.

Am Sonntag führt die Reise des SVO zum Oberliga-Aufsteiger 1. FC Mühlhausen. Doch zuvor gastieren die Achertäler bereits am kommenden Mittwoch um 18.00 Uhr in der 1. Runde des SBFV-Pokals beim Verbandsligisten SV 08 Kuppenheim.

 

SV Oberachern: Redl, Fritz (82. Gjuraj), Sheron, Zwick, Manegold (72. Burkart), Güzelcoban (88. Ludwig), Gueddin (62. Hampp), Huber (85. Vrazalica), Weiß, Benefo, Scherer

KSC II: Gebert, Manai, Walz, Dettling (63. Zügel), Engel (63. Sür), Fetsch, Dühring (63. Gerold), Arbai, Behr, Puseljic (71. Schunck), Schmidt

Zuschauer: 1000

Schiedsrichter: Oskar Roeck (Rielasingen)

Tore: 1:0 Fritz (14.), 2:0 Zwick (27.), 3:0 Benefo (90.+4)

gelbe Karten: 3/2

Ecken: 4/6

 

RM