Oberliga Baden-Württemberg
TSG Balingen – SV Oberachern 1:1 (1:0)
Mit dem 1:1 bei der TSG Balingen bleibt der SV Oberachern auf fremdem Terrain weiterhin ungeschlagen. Sehr zur Freude ihres engagierten Trainers Fabian Himmel: „Wir dürfen auch heute stolz sein, denn wir hatten einen Gegner mit Regionalliga-Qualitäten am Rande einer Niederlage. Wir nehmen beim Regionalliga-Absteiger einen hochverdienten Punkt mit, weil wir bis zu allerletzten Sekunde an uns geglaubt haben“. Mit der fast letzten Aktion in der vierminütigen Nachspielzeit war es sein Mittelfeldakteur Memo Güzelcoban, der den erlösenden Ausgleich erzielte.
657 Zuschauer in der Bizerba-Arena sahen dabei eine Partie mit zwei grundverschiedenen Hälften. Nach einer gemächlichen Anfangsphase waren es die Gastgeber, die dem Spiel bis zur Pause ihren Stempel aufdrücken konnten. Ein Distanzschuss von Abwehrchef Henri Scherer, der nach 18 Minuten einige Meter über das Gehäuse des kaum beschäftigten TSG-Keepers Louis Potye flog, war bis zum Pausenpfiff die einzig halbwegs gefährliche Ausbeute der Achertäler, die auf ihren etatmäßigen Kapitän Luca Fritz verzichten mussten, der sich beim Abschlusstraining eine schmerzhafte Fußverletzung zugezogen hat.
Auf der anderen Seite konnte SVO-Schlussmann Jannik Kübler einen Schuss des ehemaligen österreichischen Junioren-Nationalspielers Christian Derflinger noch zur Ecke klären (21.). Simon Klostermann hatte die Führung der Gastgeber auf dem Fuß, setzte das Leder aber aus kurzer Distanz über den Kasten (39.) und nur eine Minute später scheiterte er am Oberacherner Außenpfosten. Kurz vor der Pause ließ er Kübler beim 1:0 keine Abwehrmöglichkeit.
Die Kabinenansprache von Fabian Himmel verfehlte ihre Wirkung nicht, denn fortan war es seine Mannschaft, die die Zügel in die Hand nahm und die TSG immer mehr in die eigene Hälfte drängte. Mit einem Dreifachwechsel in Minute 56 – Vrazalica, Meier und Gueddin für Borie, Sheron und Recht – setzte er dabei verstärkt auf Offensive.
Ein Schuss von Rachid Gueddin verfehlte sein Ziel nur denkbar knapp (60.) und nur wenige Minuten später eröffnete sich dem offensiven Mittelfeldakteur die nächste hochkarätige Möglichkeit. Auch ein Gewaltschuss von Henri Scherer verfehlte sein Ziel nur ganz knapp (86.).
Dann lief schon die letzte Minute der insgesamt vierminütigen Nachspielzeit. Silas Meier bediente Anes Vrazalica und dessen Hereingabe donnerte Memo Güzelcoban volley zum vielumjubelten 1:1 Endstand in die Maschen.
„Wir waren heute deutlich besser als zuletzt gegen Backnang und Gmünd. Nur die Viertelstunde vor der Pause war etwas holprig und da kriegen wir dann auch gleich den Gegentreffer. Ich trauere etwas dem Beginn der zweiten Halbzeit nach, denn da hätten wir schon auf Remis stellen können. Man darf aber auch nicht vermessen sein, denn die TSG wird am Ende unter den Top 4 einschlagen und das sind nicht unsere angestrebten Regionen“, so das Fazit von SVO-Coach Fabian Himmel.
Am kommenden Samstag (Spielbeginn 14.30 Uhr) trifft der SVO auf den FC Holzhausen.
Da der ramponierte Rasen im Oberacherner Waldseestadion aber aufgrund von unaufschiebbarer Instandsetzungsarbeiten für einige Wochen komplett gesperrt ist, findet die Partie in Gamshurst statt.
TSG Balingen: Potye, Maier, Schmidt, Colic (90. Stauss), Brändle, Founes, Feher (64. Schneider), Schmitz, Derflinger (64. Grauer), Fritschi, Klostermann (85. Schmalz)
SV Oberachern: Kübler, Sheron (56. Meier), Zwick (81. Burkart), Manegold (71. Al Yahya), Güzelcoban, Weiß, Recht (56. Gueddin), Benefo, Ludwig, Borie (56. Vrazalica), Scherer
Schiedsrichter: Marc-Kevin Seidl (Breuningsweiler)
Zuschauer: 657
Tore: 1:0 Klostermann (43.), 1:1 Güzelcoban (90.+4)
gelbe Karten: 2/3
RM








