Kreisliga A, Staffel Süd
SV Oberachern 2 – VfR Achern 2:1 (1:1)
Mit einem bis zum Schluss hartumkämpften 2:1 Derby-Erfolg gegen den Stadtrivalen VfR Achern schaffte die zweite Mannschaft des Oberligisten SV Oberachern mit jetzt 52 Zählern wieder den Sprung an die Tabellenspitze – profitierte dabei aber vom Ausrutscher des bisherigen Liga-Primus FSV Kappelrodeck-Waldulm.
Ohne ihren aus privaten Gründen verhinderten torgefährlichen Mittelfeld-Regisseur Joshua Seibert taten sich die Gastgeber gegen die mit einigen starken Einzelspielern bestückten Gäste über weite Strecken ausgesprochen schwer.
Nach drei Minuten scheiterte Mohammed Ibrahim aus der Distanz an VfR-Keeper Kevin-Olivier Itzel, der zur ersten von insgesamt 13 Ecken klären konnte. Viel Glück für den SVO, dass Acherns Abdoulaye Diakite aus einem Blackout des ansonsten souveränen SVO-Schlussmanns Tim Seiterich kein Kapital schlagen konnte (7.).
Eine Freistoß-Hereingabe von der rechten Seite war dann Ausgangspunkt der Oberacherner Führung. Der aufgerückte Defensiv-Akteur Pius Tisch hatte dabei keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie zu befördern. Die Antwort der ebenbürtigen Gäste ließ vor den 120 Zuschauern im Waldseestadion aber nicht lange auf sich warten. Der Schuss von Libasse Tall zum 1:1 passte genau ins Eck des SVO-Gehäuses (23.). Kurz darauf hatte Omar Abdellaoui gar die Führung des VfR auf dem Fuß, doch sein Schuss aus 18 Metern verfehlte sein Ziel nur knapp.
Mit einem gerechten Remis ging es in die Pause. In Minute 51 konnte ein Schuss von Mohammed Ibrahim von der vielbeinigen VfR-Defensive gerade noch geklärt werden. Nach einer Stunde, in einer bis dahin ausgeglichenen Partie, kassierte der zuvor bereits verwarnte Hugh Edward Ebeng Epaka nach einem Duell mit Adrian Kamelski von Schiedsrichter Sehri Kilic (Sinzheim) die Gelb-Rote Karte. Aus Sicht der Verantwortlichen des VfR eine viel zu harte Entscheidung.
Auch gegen die dezimierten Gäste taten sich die Gastgeber in der Folgezeit aber ausgesprochen schwer. Ein Schuss von Marcel Pfening konnte VfR-Kapitän Julien Holl noch auf der Linie klären (77.). Mehr Glück hatte Pfening dann fünf Minuten später. Im Anschluss an einen Ibrahim-Freistoß setzte er das Spielgerät zum vielumjubelten 2:1 in die Maschen.
„Hauptsache gewonnen“ lautete das nüchterne Fazit von Hannes Maier. „Es war das erwartet schwere Stadtderby. Achern ist individuell gut besetzt und machte uns das Leben lange sehr schwer. Wir blieben fußballerisch einiges schuldig, erspielten wenige Chancen und agierten zeitweise arg ideenlos. In der 2. Halbzeit lief es dann etwas strukturierter. Die Gelb-Rote Karte für Achern kam uns sicher zugute. Derbysieg fühlt sich gut an, wir müssen uns aber fußballerisch wieder deutlich steigern“, so der ehrgeizige SVO-Coach weiter.
RM







