Oberliga Baden-Württemberg

SV Oberachern – VfR Aalen 3:2 (1:1)

„Es ist wirklich unfassbar. Wir schlagen den amtierenden Meister und brechen den Vereinsrekord. Das war die beste Saison in der 12-jährigen Oberliga-Geschichte des SVO“, sagte Erfolgs-Coach Fabian Himmel nach dem verdienten 3:2 über den auswärts bis dato noch ungeschlagenen Ex-Zweitligisten VfR Aalen.

Vor 410 Zuschauern im Waldseestadion brachte Kapitän Luca Fritz sein Team nach Vorarbeit von Memo Güzelcoban bereits nach zehn Minuten mit 1:0 in Führung. In der Folgezeit blieben die Gastgeber am Drücker und konnten sich dabei einige gute Möglichkeiten erspielen. Ein weiterer Schuss von Fritz verfehlte sein Ziel knapp (13.) und nach feinem Querpass von Güzelcoban scheiterte Yves Borie an Andreas Wick (17.). Vier Minuten später war der VfR-Keeper reaktionsschnell vor dem einschussbereiten Marin Stefotic zur Stelle. Auf der anderen Seite tat sich der Liga-Primus ausgesprochen schwer gegen stark agierende Gastgeber. Dann aber war es Benjamin Kindsvater, der nach Pass von Vico Meien mit seinem elften Saisontreffer zum 1:1 Halbzeitstand traf (43.).

Nach der Pause konnten die klar favorisierten Gäste die Partie offener gestalten. Glück für die Achertäler, dass der Schuss von Oleksii Ohurtsov nur an den Pfosten klatschte (48.). Auf der anderen Seite sorgte ein Doppelschlag des SVO für die Vorentscheidung. Erst traf der erst zur Pause eingewechselte Robin Mörmann zur erneuten Führung (50.), dann erhöhte Henri Scherer per Freistoß gar auf 3:1 (52.). Der VfR verstärkte in der Folgezeit den Druck. Per Freistoß konnte Ohurtsov nach einer Stunde den alten Abstand wieder herstellen (3:2). Mit einem Dreifachwechsel nach 65 Minuten versuchte Aalens Coach Beniamino Molinari die drohende erste Auswärtsniederlage zu verhindern. Zehn Minute vor Ende der regulären Spielzeit kassierte seine Elf, die während der gesamten Saison keinen einzigen Platzverweis hinnehmen musste, aber einen weiteren Dämpfer. Nach einer Notbremse an Memo Güzelcoban wurde Aalens Paul König vom gut leitenden Schiedsrichter Tobias Bartschat vorzeitig unter die Dusche geschickt.

In der 85. Minute hatte Marin Stefotic gar das 4:2 auf dem Fuß, sein Schuss streifte aber nur das Außennetz.

Dann war Schluss und die Fans des SVO feierten ausgiebig den Erfolg über die Elf von der Ostalb.

„Die Jungs haben bei über 30 Grad ein fantastisches Spiel gemacht. Sonst hätten wir gegen diese Aalener Wahnsinns-Qualität nicht den Hauch einer Chance gehabt. Ich bin sehr stolz auf jeden einzelnen Spieler und vor allem darauf, dass wir gegen Saisonende auch im mentalen Bereich eine merkliche Entwicklung nehmen konnten. Jetzt dürfen wir am letzten Spieltag nach Mannheim reisen und noch einmal 90 Minuten genießen“, sagte Coach Fabian Himmel nach dem letzten Heimauftritt seiner Elf in dieser Saison.

Oberachern: Redl, Fritz, Sheron, Zwick, Stefotic, Güzelcoban (90. Gümüs), Weiß (46. Mörmann), Recht (73. Hauser), Borie (66. Huber), Scherer Carnier (81. Bauer)

Aalen: Wick, Hannam (65. Maksimovic), Campagna (65. Odabas), Kindsvater, Geyer, Melo, Ohurtsov (76. Wächter), Kienle (76. Antlitz), König, Meien, Schwinger (65. Kahriman)

Zuschauer: 410

Schiedsrichter: Tobias Bartschat (Untermünstertal)

Tore: 1:0 Fritz (10.), 1:1 Kindsvater (43.), 2:1 Mörmann (50.), 3:1 Scherer (52.), 3:2 Ohurtsov (60.)

Gelbe Karten: 1/1

Rote Karte: König (VfR/80.)

-RM-