Matchfacts Teil 4 – SBFV Rothaus Pokal

Finale SBFV-Rothaus-Pokal

FC 08 Villingen – SV Oberachern, Samstag 14.15 Uhr

Elz-Stadion Emmendingen

 

 

Die Generalprobe von Pokal-Titelverteidiger SV Oberachern vor dem mit Spannung erwarteten Finale ist geglückt. Mit 3:0 behielten die Achertäler im Oberliga-Saisonfinale die Oberhand über die Sport-Union Neckarsulm und schafften damit sogar noch den Sprung auf Rang 6 in der Abschlusstabelle. Finalgegner FC 08 Villingen kam am letzten Spieltag zu einem 4:4 gegen den ATSV Mutschelbach und beendete die Saison auf einem für die Schwarzwälder enttäuschenden elften Tabellenplatz.

Zwanzigmal schon stand man sich bislang in Pokal und Liga gegenüber. Neunmal konnte dabei der SVO die Oberhand behalten. Zuletzt gleich zweimal in der Oberliga – in Villingen mit 2:0 und vor fünf Wochen daheim mit 4:3. Doch davon will Oberacherns engagierter Coach Fabian Himmel nichts wissen. „Die Partien der laufenden Saison heranzuziehen, ist absoluter Käse. In der Hinrunde hatte Villingen einen anderen Trainer. In der Rückrunde haben auf beiden Seiten einige wichtige Akteure gefehlt. Ohnehin ist ein Finale immer etwas besonders und nicht mit einem Ligaspiel zu vergleichen“.

An die Pokalspiele gegen den zehnfachen südbadischen Rekord-Pokalsieger hat man beim SVO hingegen keine so guten Erinnerungen. Am 28.05.2016 unterlag man den Schwarzwäldern in einem denkwürdigen Finale in Offenburg mit 3:5 und am 20.06.2021 scheiterte man im Villinger Friedengrund im Halbfinale mit 5:6 nach Elfmeterschießen.

Himmel verrät größten Respekt vor dem Finalgegner: „Wir sind uns absolut bewusst, dass Villingen viel größere Namen im Kader hat und auch mit ganzen anderen Ansprüchen lebt als wir. Klassenerhalt und Pokalfinale sind für uns immer noch außergewöhnlich. Da stehen wir auf dem Papier natürlich etwas hinten an. Dennoch wissen wir als Mannschaft auch, dass wenn wir zusammenhalten und alles rausfeuern, eine brutale Power auf den Platz bringen und für jede Mannschaft auf diesem Niveau ein extrem ekliger Gegner sein können. Das wollen wir auch im Finale sein und dann haben wir auch eine Chance, als erste Mannschaft in diesem Jahrtausend, den Pokal zu verteidigen. Den Fans werden ebenfalls eine ganz wichtige Rolle spielen. Sie haben uns beim Finale in Lahr letztes Jahr die letzten zehn Prozent gegeben, um das Ding zu gewinnen“, so der SVO-Coach.

Viele Fans begleiten seine Mannschaft ins Emmendinger Elzstadion. Dabei werden bei einigen Erinnerungen wach an jenen 6. Juni 1996, als der SVO an gleicher Stätte erstmals im Pokalfinale stand. Am Ende zog der damalige Bezirksligist, der ohne ein einziges Gegentor ins Finale einzog, gegen den FV Donaueschingen mit 1:5 den Kürzeren.

Benedikt Asam, der nach eigentlich überstandener Verletzung das Training unter der Woche erneut abbrechen musste, ist beim Finale schweren Herzens zum Zuschauen verurteilt. Hinter dem Einsatz des angeschlagenen Mittelfeldakteurs Memo Güzelcoban steht noch ein dickes Fragezeichen. Ansonsten hat Himmel alle Mann an Bord.

 

 

Der SVO-Weg ins fünfte SBFV-Finale der Vereinsgeschichte:

Nach dem mühevollen 4:2 in Runde eins beim Landesligisten TuS Oppenau kam Pokalverteidiger SV Oberachern zu einem ungefährdeten 3:0 beim alten Rivalen SV Linx.  Im Achtelfinale behielten die Achertäler dann mit 7:3 über Verbandsliga-Tabellenführer FC Teningen die Oberhand. Durch ein holpriges 2:0 beim Bezirksligisten Türkischer SV Singen erreichte der SVO schließlich zum vierten Mal (!) hintereinander den Einzug ins Halbfinale, wo man sich gegen den Liga-Konkurrenten 1. FC Rielsaingen-Arlen nach Toren von Nico Huber, Luca Fritz, Marin Stefotic und Rachid Gueddin souverän mit 4:0 durchsetzen konnte.

 

RM