Oberliga Baden-Württemberg

SV Oberachern – 1. FC Normannia Gmünd 3:2 (1:2)

„Das war heute ein Sieg des unbedingten Willens – genau das, was uns in den letzten Wochen gefehlt hat. Wir waren zweimal in Rückstand, zweimal die Gefahr, den Kopf hängen zu lassen, aber heute haben wir uns dagegen gewehrt“, sagte ein sichtlich erleichterter SVO-Coach Fabian Himmel nach dem hartumkämpften 3:2 gegen Normannia Gmünd.
Mit dem insgesamt siebten Heimerfolg beendeten die Achertäler ihre kleine Negativserie mit nur vier Punkten aus den letzten sieben Partien und festigten mit jetzt 48 Zählern ihren hervorragenden sechsten Tabellenplatz.
Dabei taten sich die Gastgeber lange Zeit ausgesprochen schwer gegen das laufintensive Spiel der Württemberger, die den Spielaufbau des SVO schon in dessen Hälfte gewaltig unter Druck setzen.
Bereits nach fünf Minuten musste sich SVO-Keeper Mark Redl bei einem Schuss von Nico Molinari gewaltig strecken, um einen frühen Rückstand zu verhindern. Der stärkste Akteur der Württemberger war es auch, der in Minute 15 das 0:1 auf dem Fuß hatte, als sein Schuss gerade noch von Noah Zwick zur Ecke ersten von insgesamt neun Gmünder Ecken geblockt werden konnte. Besser machte es dann Georg Wilhelm, der im Anschluss an eine weitere Gmünder Ecke keine Mühe hatte, das Spielgerät zum 0:1 über die Linie zu befördern (30.).
Die Antwort des SVO ließ aber nicht lange auf sich warten – nach Vorarbeit von Nathan Recht ließ Anes Vrazalica dem Gmünder Schlussmann Yannick Ellermann beim 1:1 keine Abwehrmöglichkeit (32.) und nur zwei Zeigerumdrehungen später verfehlte ein Kopfball von SVO-Kapitän Nico Huber nach schöner Flanke von Silas Meier nur ganz knapp sein Ziel.
Auf der anderen Seite nutzte Marvin Gnaase die Verwirrung in der Oberacherner Defensive und traf aus kurzer Distanz zur erneuten Gäste-Führung (41.). Der zuletzt glücklos agierende Marin Stefotic – mit 15 Saisontreffern bislang bester SVO-Torschütze – war bei der letzten Aktion im ersten Durchgang einmal mehr vom Pech verfolgt, als sein Schuss aus vollem Lauf nur am Außenpfosten landete.
In Durchgang zwei mussten die Gäste mehr und mehr ihrem hohen läuferischen Aufwand Tribut zollen und die Gastgeber kamen so immer besser in die Partie. Ein Schuss von Stefotic verfehlte nach einer Stunde knapp sein Ziel, dann reagierte Coach Fabian Himmel mit einem Dreifachwechsel, der sich am Ende auch auszahlen sollte. Zunächst scheiterte Luca Fritz noch per Kopf am glänzend reagierenden Ellermann (72.), doch dann war Gmünds Keeper bei einem weiteren Fritz-Kopfball chancenlos. Eine präzise Hereingabe des eingewechselten Demarveay Sheron wuchtete Fritz zum 2:2 ins Gmünder Gehäuse (79.). Nur drei Minuten danach scheiterte Oberacherns “Kopfball-Ungeheuer“ an Ellermann, der zur Ecke klären konnte.
Dann lief schon die letzte Minute der regulären Spielzeit, als der kurz zuvor eingewechselte Yves Borie nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Noa Bauer zum vielumjubelten 3:2 Endstand erfolgreich war.
„Natürlich hatten wir gerade in Durchgang eins spielerisch Luft nach oben, aber das war heute egal. Wir wollten weder die Niederlage noch das Remis akzeptieren und gehen am Ende dann auch als verdienter Sieger vom Platz gegen einen Gegner, dem das Wasser im Abstiegskampf bis zum Halse steht“, sagte Fabian Himmel nach einer bis zum Abpfiff unterhaltsamen Partie am Oberacherner Waldsee. „Wir haben jetzt noch drei Granaten-Spiele vor der Brust. Vielleicht können wir da ja nochmal überraschen“, so der ehrgeizige SVO-Coach. Vor der Partie gegen Meister und Aufsteiger Aalen und dem Saisonfinale beim Vize in Mannheim gastierte sein Team am kommenden Samstag beim abstiegsgefährdeten 1.Göppinger SV.

SV Oberachern: Redl, Fritz, Zwick, Stefotic (78. Borie), Güzelcoban, Gueddin (61. Hauser), Huber (61. Mörmann), Vrazalica, Recht (61. Bauer), Meier (65. Sheron), Scherer

1.FC Normannia Gmünd: Ellermann, Aschauer, Gnaase, Filipovic (65. Grupp), Rössler, Molinari, Avigliano, F. Kianpour (81. Milojkovic), Körner (86. J. Kianpour), Wilhelm, Rapp

Zuschauer: 230

Schiedsrichter: Dustin Mattern (Karlsruhe)

Tore: 0:1 Wilhelm (30.), 1:1 Vrazalica (32.), 1:2 Gnaase (41.), 2:2 Fritz (79.), 3:2 Borie (90.)

gelbe Karten: 2/2

Ecken: 7/9

 

RM