Oberliga Baden-Württemberg
SV Oberachern – 1. CfR Pforzheim 1:3 (1:3)
Nach zuletzt drei Siegen ohne Gegentor fand die stolze kleine Erfolgsserie des SV Oberachern am Samstag ihr Ende. Gegen den CfR Pforzheim kassierten die Achertäler mit dem 1:3 ihre dritte Heimniederlage, die aber durchaus vermeidbar war.
„Unterm Strich sicherlich eine etwas unglückliche Niederlage. Gegen eine Mannschaft, die über eine individuelle Klasse verfügt war es aber schwer, mit der Hypothek der frühen Toren zu unserem Spiel zu finden“, betonte Oberacherns Coach Fabian Himmel.
Eine gute halbe Stunde war erst absolviert, da lag seine Elf fast schon aussichtslos mit 0:3 hinten. Dabei hatten die SVO-Fans unter den 325 Zuschauern im Waldseestadion schon nach zwei Minuten der Torjubel auf den Lippen, doch der Schuss von Goalgetter Marin Stefotic nach klasse Zuspiel von Kapitän Nico Huber verfehlte sein Ziel aus halblinker Position um einen Meter. Im Gegenzug wurde Pforzheims Sturm-Ikone Pascal Salz von Demarveay Sheron etwas zu ungestüm im Strafraum von den Beinen geholt. Tim Schwaiger ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 0:1 (3.). Gegen die früh störenden Gäste aus der Goldstadt tat sich der SVO im Spielaufbau ausgesprochen schwer. Im Anschluss an die erste Ecke traf Admir Osmicic aus zehn Metern ungehindert zum 0:2 (16.). In der Folgezeit war der SVO zwar um den schnellen Anschlusstreffer bemüht – ein Freistoß von Henri Scherer aus 25 Metern (18.) und ein Huber-Kopfball (20.) verfehlten das Gehäuse von CfR-Keeper Sven Altmann nur knapp – doch dann folgte prompt die erneute kalte Dusche. Nach einem Fehler im Spielaufbau war Noah Lulic per Kopf mit seinem siebten Saisontreffer nach Zuspiel von Salz zum 0:3 erfolgreich (37.).
Kurz vor dem Pausenpfiff durften die Achertäler wieder neue Hoffnung schöpfen. Eine Flanke von Stefotic beförderte Maximilian Weiß aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:3 Anschlusstreffer über die Linie.
Nach dem Wechsel brachte Coach Fabian Himmel mit Yves Borie und dem zuletzt gesperrten Rachid Gueddin zwei frische Kräfte und es folgte die stärkste Phase der Achertäler. Erst scheiterte Scherer per Aufsetzer im Anschluss an eine Ecke an Keeper Altmann (52.), dann setzte Stefotic, nachdem er sich gegen zwei Pforzheimer durchsetzen konnte, das Spielgerät über den Querbalken (56.). Eine mustergültige Hereingabe des nach Verletzungspause Sekunden zuvor eingewechselten Luca Fritz donnerte Nico Huber aus kurzer Distanz per Direktabnahme knapp über das Gehäuse (57.) und nur fünf Minuten später rutschte Huber um Zentimeter am Ball vorbei.
„Wir hatten 20 Minuten nach der Halbzeitpause eine enorme Druckphase wo wir einfach beste Chancen liegengelassen haben. Wenn da das 2:3 fällt wären wir sicher noch einmal in der Lage gewesen, den Spieß umzudrehen. Am Ende haben dann zum Abschluss der englischen Woche einfach die nötigen Körner gefehlt“, bilanzierte Coach Fabian Himmel.
Langsam konnten sich die Gäste wieder aus der Umklammerung befreien und sich auch einige Möglichkeiten erspielen. In Minute 86 rettete Henri Scherer gegen den eingewechselten Walter Vegelin für seinen bereits geschlagenen Keeper Mark Redl auf der Linie.
In der Nachspielzeit verfehlte ein Schuss von Stefotic das CfR-Gehäuse um einen Meter. Dann war Schluss und der neue Gäste-Coach Dirk Rohde durfte nach dem ersten Erfolg unter seiner Regie erst einmal ganz tief durchatmen. „Es war ein ganz wichtiger Sieg heute für uns. Wir hatten auch zum richtigen Zeitpunkt das notwendige Glück. Der Sieg wird uns Auftrieb geben für die kommenden Aufgaben“.
Oberacherns Trainer zeigte sich hinterher alles andere als enttäuscht. „Ich bin trotz der Niederlage super happy. Wir haben in sieben Tagen sechs Punkten aus den drei Spielen geholt und damit die angestrebte 40-Punkte-Marke geknackt“, so Fabian Himmel.
SV Oberachern: Redl, Sheron, Zwick (76. Carnier), Stefotic,, Güzelcoban, Huber (82. Mörmann), Weiß, Recht (57. Fritz), Hauser (46. Gueddin), Bauer (46. Borie), Scherer
1.CfR Pforzheim: Altmann, Sagert, Osmicic, Gudzevic, Salz (77. Vegelin), Lulic (65. Marrone), Schwaiger (90.+4 Ural), Bahm, Hauser (83. Portella), Raouafi, Miksic (50. Causevic)
Schiedsrichter: Nico Nemtinow (Freiburg)
Zuschauer: 325
Tore: 0:1 Schwaiger (3./FE), 0:2 Osmicic (16.), 0:3 Lulic (37.), 1:3 Weiß (45.)
gelbe Karten: 3/4
Ecken: 7/1
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