Kreisliga A, Staffel Süd

SV Oberachern 2 – FV Gamshurst 3:3 (1:3)

Zum Auftakt der Derby-Wochen gegen Gamshurst, Mösbach und Achern musste die zweite Mannschaft des SV Oberachern gleich einen kleinen Dämpfer im Aufstiegskampf hinnehmen.

Dabei lief gegen das zweitbeste Offensiv-Team der Liga zu Beginn noch alles nach Wunsch. Mit einem platzierten Schuss aus vollem Lauf setzte Joshua Seibert, der zuletzt gegen Leiberstung gleich viermal erfolgreich war, das Leder unhaltbar für Schlussmann Lucas Tandler zum 1:0 ins lange Eck (5.). Nur zwei Minuten danach verfehlte Enrico Schabert per Hacke das Tor der Gäste nur knapp. Im Gegenzug war es Calvin Manolito Distel, der einen kapitalen Schnitzer in der SVO-Defensive mit dem 1:1 Ausgleich bestrafte. Mit schnellem und direktem Spiel setzte der FVG die Gastgeber mächtig unter Druck – profitierten dabei aber von weiteren individuellen Fehlern der Oberacherner Hintermannschaft. In Minute 16 brachte Florian Madlinger das Leder aus kurzer Distanz nicht zum möglichen 1:2 über die Linie.

Besser machte es dann Salahadin-Assir Hass, der per Doppelschlag binnen drei Minuten zum 1:3 erfolgreich war (18./21.). In der Nachspielzeit von Durchgang eins ließen Enrico Schabert und im Nachschuss Ymer Dauti die gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer ungenutzt.

„Nach der frühen Führung verlor meine junge Mannschaft total den Faden und kassierte drei Gegentore innerhalb kürzester Zeit. Für mich unerklärlich, dass wir uns Mitte der ersten Halbzeit derart abkochen ließen. Zweikampfschwach und fehlerhaft im Spielaufbau. Es wirkte von außen ein bisschen wie Jugendfußball gegen Seniorenfußball“, monierte Oberacherns Coach Hannes Maier, der wohl bei seiner Ansprache zur Pause die richtigen Worte gefunden hat.

Nur eine Minute nach Wiederanpfiff des ausgezeichnet leitenden Schiedsrichters Matthew Jackson (Lichtenau) hatte der eingewechselte Maja Sanneh den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Max Hartwig, der neben Pius Tisch zu den stärksten Akteuren der Achertäler zählte, scheiterte nach knapp einer Stunde am Pfosten des FVG-Gehäuses. Auf der anderen Seite verhinderte Tisch mit letztem Einsatz gegen den einschussbereiten Inan Gülsoy die wohl endgültige Entscheidung (63.).

Dann war es einmal mehr Joshua Seibert, der mit seinen Saisontoren 23 und 24 zum 3:3 Endstand erfolgreich war (68./72.).

„Zum wiederholten Mal sahen die Zuschauer zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten von uns. Nach der Halbzeit steigerten wir uns gewaltig und setzten dem spielstarken Gegner vor allem auch im körperlichen Bereich etwas entgegen. Der Punktverlust wirft uns sicher nicht aus der Bahn, eine solch schwache erste Halbzeit können wir uns zukünftig aber nicht mehr erlauben“, so SVO-Coach Hannes Maier nach einer Partie, die am Ende auch keinen Sieger verdient gehabt hätte.

 

RM