Kreisliga A, Staffel Süd

SV Oberachern 2 – SV Leiberstung 8:1 (0:1)

Als der gut leitende Schiedsrichter Marcelino Riehle die Partie mit seinem letzten Pfiff beendete, konnten alle Besucher nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Mit 8:1 fegten die Achertäler den Tabellen-8. SV Leiberstung vom Platz und festigten damit eindrucksvoll mit jetzt 45 Punkten ihre Tabellenführung. Dabei sah es eine Stunde lang überhaupt nicht danach aus, denn nach einer unerklärlich schwachen Leistung der Platzherren lagen die Gäste gegen harmlose Platzherren noch absolut verdient mit 1:0 in Führung.

Ein Freistoß von Joshua Seibert, den SVL-Keeper aber zur Ecke entschärfen konnte (32.) blieb bis zur Pause die einzig richtig gefährliche Aktion der Oberliga-Reserve. Auf der anderen Seite bestrafte Robin Zweigle einen totalen Blackout in der SVO-Defensive bereits nach einer Viertelstunde mit dem 0:1. Cedric Fritsch hatte sogar den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzend parierenden SVO-Schlussmann Sebastian Ruf (32.).

Nach der Pause war die Drangphase des SVO erst einmal nur von kurzer Dauer. Marcel Pfening hatte den Ausgleich zwar auf dem Fuß, setzte das Leder aber völlig freistehend über das SVL-Gehäuse (49.). Dann, nach genau einer Stunde, war es Adrian Kamelski, der mit seinem Treffer zum 1:1 eine denkwürdige Wende einleitete. „Mit dem Ausgleich brachen alle Dämme und die Jungs spielten sich in einen Rausch“, so Coach Hannes Maier.

Es folgte der Gala-Auftritt von Joshua Seibert, der sich mit seinen vier Toren binnen zehn Minuten (64./66./68./73.) einen Platz im Geschichts-Buch des SVO sichern konnte. Da war aber auch noch ein Adrian Kamelski, der seinem Ausgleichstreffer zum 1:1 noch einen lupenreinen Hattrick (76./83./90.) zum 8:1 Endstand folgen ließ und das als Innenverteidiger.

Pech für die trotz des Tore-Debakels nie aufsteckenden Gäste, als ein Freistoß von Christian Bohn in Minute 77 nur am Querbalken landete.

„Was hast du deinen Spielern in der Halbzeit gesagt bzw. was hast du in den Pausentee gemacht“, war nach der Partie die meistgestellte Frage an Hannes Maier. „Meine zwei Schlagworte in einer sehr ruhigen und sachlichen Ansprache waren: Geduld und Tempo – vor allem im Spielaufbau. Einen Pausentee haben wir nicht, dafür aber leckere Muffins von unserer Betreuerin Lisa. Vielleicht gaben die ja nochmal neue Kraft“, schmunzelte Oberacherns Coach, der sich schon auf die kommenden Derby-Wochen gegen Gamshurst, Mösbach und Achern freut.

 

RM