Oberliga Baden-Württemberg

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20. Spieltag

Oberliga Baden-Württemberg
Saison 2025/26

SV Oberachern – Türk. SV Singen

Samstag 21.02.2026, 14.30 Uhr

Waldseestadion

Oberachern

Die harte Vorbereitungsphase des SV Oberachern nach der relativ kurzen Winterpause mit zahlreichen Testspielen neigt sich dem Ende entgegen. Fünfmal konnten die Achertäler dabei die Oberhand behalten, nur beim Verbandsliga-Primus FC Teningen musste man nach einem unerklärlich schwachen Auftritt den Kürzeren ziehen.

Das Fazit von Fabian Himmel fällt dabei aber überwiegend positiv aus. „Die Wintervorbereitung zählt bei keinem Sportler zum Lieblingskalendereintrag. Die Jungs haben aber sowohl im Training als auch bei den meisten Testspielen richtig gut mitgezogen. Letztendlich ist es aber auch egal, wie eine Vorbereitung verläuft, zum ersten Pflichtspiel zählt es dann“, betont der Coach des Überraschungs-Dritten der Oberliga Baden-Württemberg, der trotz des großen Verletzungspechs in den bisherigen 19 Oberliga-Partien weit über seinen eigentlichen Möglichkeiten blieb.

„Da haben die Jungs in einer Extremsituation mit den vielen Verletzten wirklich ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben. Es geht jetzt nicht ganz von vorne los, aber wir haben noch 15 Spieltage vor der Brust, das ist eine Menge Holz“, so Fabian Himmel.

Zum Auftakt des Jahres 2026 gastiert am Samstag der Aufsteiger TSV Singen im Waldseestadion. Der erst 1981 gegründete Verein vom Hohentwiel ist seit 2018 in stetiger Aufwärtsbewegung von der Kreisliga bis ins baden-württembergische Fußball-Oberhaus.

Am 8. Spieltag war man noch Träger der roten Laterne, dann aber zeigte die Kurve steil nach oben. Mit 26 Punkten liegt das Team aktuell auf einem starken achten Rang. Mit ein Verdienst von Goalgetter Abdoulie Mboob , der bereits elfmal ins gegnerische Gehäuse getroffen hat und von Coach Ali Günes, Ex-Profi beim SC Freiburg. In der Winterpause hat sich beim TSV aber einiges getan, denn Mboob wechselte zu den Stuttgarter Kickers und der Trainerstuhl wurde nach internen Querelen einmal mehr neu besetzt.

Ginge es nur nach der reinen Statistik der bisherigen fünf Auseinandersetzungen zwischen beiden Teams (4 x SBFV-Pokal/ 1x Oberliga), dann spricht eigentlich alles für den SVO, der stets als Sieger den Platz verlassen konnte.

Dabei waren alle Duelle an Spannung kaum zu überbieten. Viele können sich noch an das Pokaldrama vor fast auf den Tag genau vor einem Jahr erinnern, als der SVO in einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Partie in zweifacher Unterzahl in buchstäblich letzter Sekunde der Verlängerung mit einem 3:2 in die nächste Pokalrunde einziehen durfte. Auch das Oberliga-Hinspiel in Singen konnte der SVO erst durch ein Tor von Robin Mörmann in Minute 87 mit 1:0 für sich entscheiden.

Fabian Himmel verrät großen Respekt vor dem TSV: „Singen hat die ersten Spieltage der Saison definitiv unter seinen Möglichkeiten gespielt. Ob das an der Relegation oder den vielen Trainerwechseln lag, sei dahingestellt. Fakt ist, diese Truppe hat eine enorme Erfahrung und Qualität im Kader. Wenn du als Aufsteiger mehrere hundert Oberligaspiele mitbringst, dann ist eigentlich schon alles gesagt. Dazu zeigt das Alter der üblichen Startelf, dass wir es mit einer sehr reifen, abgezockten Truppe zu tun haben. Allein die vergangenen Partien haben uns gelehrt, dass es gegen Singen immer sehr emotional und knifflig wird“.

Oberacherns ehrgeiziger Übungsleiter weiß ganz genau, auf was es am Samstag in erster Linie ankommen wird: „Wir brauchen totale Einsatzbereitschaft in den Knochen, aber im gleichen Atemzug auch einen klaren Fokus in der Birne“.

„Ich glaube felsenfest an meine Mannschaft, dass wir mit einem Heimsieg ins Jahr 2026 starten“, so Fabian Himmel voller Zuversicht.

Neben den beiden Langzeitverletzten Marvin Ludwig und Eser Gümüs (beide Kreuzbandriss) muss er dabei weiterhin auf Silas Meier (Bänderriss in der Schulter) verzichten. Noch offen ist der Einsatz von Henri Scherer (Knieprobleme). Rachid Gueddin ist nach seiner roten Karte im Testspiel in Teningen für vier Pflichtspiele zum Zuschauen verurteilt.

RM