SV Oberachern – Bahlinger SC 1:0 (1:0)

Oberliga Baden-Württemberg

SV Oberachern – Bahlinger SC 1:0 (1:0)

Der SV Oberachern ist zumindest in dieser Saison so etwas wie der Alptraum für den Bahlinger SC. In der Vorrunde kassierten die Kaiserstühler als Tabellenführer eine schmerzhafte 0:6 Klatsche, weil bei einem gut aufgelegten SVO so gut wie jeder Schuss ein Treffer war und auch beim Versuch der Wiedergutmachung war man am Samstag alles andere als vom Glück begünstigt.
„Ich bin natürlich sehr traurig, dass wir heute verloren haben. Bis zur 80. Minute haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Kein Vorwurf an meine Mannschaft. Sie hat läuferisch und kämpferisch alles gegeben. Was gefehlt hat war der Abschluss“, sagte ein sichtlich enttäuschter Bahlinger Trainer Alfons Higl hinterher. Sein Kollege Mark Lerandy hingegen strahlte mit der Oberacherner Sonne um die Wette und dazu hatte er auch allen Grund: „„Dass unser Spiel heute für die Zuschauer kein Leckerbissen war, dafür habe ich Verständnis. Bahlingen gehört für mich zu den spielstärksten Teams der Liga. Deshalb sind wir sehr glücklich über diesen Sieg“.

Trotz Bilderbuchwetter fanden nur 300 Zuschauer, darunter auch Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach, den Weg ins Oberacherner Waldseestadion und die sahen nicht nur im ersten Durchgang ein ausgesprochen einseitiges südbadisches Derby. Die Kaiserstühler waren dabei zwar klar der Chef im Ring, dennoch führte der SVO zur Pause mit 1:0. Das lag in erster Linie daran, weil die Bahlinger ihre Chancen nicht nutzen konnten. Dann kam auch noch Pech dazu, denn in Minute 45 landete ein Kopfball von Santiago Fischer nur an der Oberacherner Querlatte. In der Nachspielzeit von Durchgang eins sprang der Ball Fabian Herrmann bei einem Rettungsversuch an der Torauslinie an die Hand. Schiedsrichter Andreas Rinderknecht zögerte keine Sekunde und zeigte auf den ominösen Punkt. BSC-Kapitän Tobias Klein setzte das Leder aber zum Entsetzen der Bahlinger Fans einen Meter am rechten Oberacherner Pfosten vorbei. Bahlingen war vor allem bei den zahlreichen Freistößen, meist getreten von Yannik Häringer, brandgefährlich.
Auf der anderen Seite reichte den Achertälern eine einzige Offensivaktion zur glücklichen Halbzeitführung. Ein zu kurz abgewehrter Ball landete bei Oberacherns Anthony Decherf und der zog aus 25 Metern einfach mal ab. Der noch leicht abgefälschte Ball erwischte den ansonsten so gut wie beschäftigungslosen Dennis Müller auf dem falschen Fuß und plötzlich stand es 1:0. Es war das erste Oberacherner Tor überhaupt in allen bisherigen Heimspielen gegen den Bahlinger SC.

Auch nach der Pause Einbahnstraßenfussball in Richtung Oberacherner Gehäuse. Die Gäste machten eigentlich fast alles richtig, vergaßen dabei aber das Toreschießen. Fast schon hatte es den Eindruck, als wolle man den Ball ins Tor tragen. Oberacherns Defensive, allen voran Luca Fritz, Philip Keller und Timo Schwenk mussten echte Schwerstarbeit verrichten. Kam dennoch mal etwas durch, war stets ein überragender Schlussmann Logan Kleffer zur Stelle.
Bahlingen drängte mit Mann und Maus auf den längst überfälligen Ausgleich. In Minute 85 hätte der eingewechselte Daniel Filkovic gegen eine nun weit aufgerückte Bahlinger Defensive vorzeitig alles klarmachen können. Nach feinem Zuspiel von Fabian Herrmann hatte er freie Bahn, zielte aber einen Meter am rechten Bahlinger Pfosten vorbei.

Mit Glück, Geschick und großem Kampfgeist überstanden die Achertäler, die damit zum 14. Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieben, auch die sechsminütige turbulente Nachspielzeit und Bahlingens Akteure verstanden die Fußballwelt nicht mehr.

SV Oberachern: Kleffer, Fritz, Armbruster, Keller, Herrmann (87. Metzinger), Giardini, Gallus (68. Petric), Decherf (57. Feger), Schwenk, Durmus, Daouri (57. Filkovic)
Bahlinger SC: Müller, Nopper (72. Boukemia), Häringer, Ilhan, Keller, Petean (62. Respondek), Bührer, Klein, Alihoxha, Fischer (55. Sautner), Higl (57. Spiegler)
Schiedsrichter: Andreas Rinderknecht (Rottenburg a.N.)
Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Decherf (23.)
Bes. Vork.: Klein (BSC) verschießt Handelfmeter (45.+1)

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