SGV Freiberg Fußball – SV Oberachern 6 : 2 (5:0)

Auch im vierten Auswärtsspiel der Oberliga-Saison gab es für den SV Oberachern Nichts zu holen, schlimmer noch, die Leistung in der ersten Halbzeit hatte mit Oberliga-Niveau überhaupt nichts zu tun. Auf dem Kunstrasen in Freiberg, am Vortag hatte ein Hobby-Turnier den Hauptlatz unbespielbar gemacht, hieß es bereits zur Halbzeit 5:0 und man musste befürchten, dass es am Ende gar zweistellig hätte werden könne.
Es waren gerade einmal 24 Sekunden in Freiberg gespielt, als SVO-Schlußmann Pendinger bereits das erste Mal hinter sich greifen musste. Wieder einmal war die SVO-Hintermannschaft zu Spielbeginn ungeordnet und SGV-Torjäger Sökler konnte ungehindert zur Führung einschieben. Auch in den folgenden Minuten blieben die Gastgeber stets gefährlich und hätten schon nach wenigen Minuten das ein oder andere Tor mehr erzielen können. Kein Einsatz, kein Kampf, die Tugenden, die in der letzten Woche noch zum 4:3 Heimerfolg führten, waren in Freiberg zu keiner Zeit sichtbar. In der 19.Minute dann das 2:0 durch Rohr, der wie beim 1:0 frei vor Pendinger auftauchte und das nächste Tor erzielen konnte. Weitere 14 Minuten Später war es Braun, der sieben Oberacherner Spieler ausspielte und aus zehn Metern auf 3:0 erhöhen konnte. Das muntere Toreschießen ging auch nach dem 3:0 weiter. Müller erhöhte in der 39.Minute aus 18 Metern auf 4:0, Muzliukaj in der 43. Minute gar auf 5:0. „Wir waren in allen Belangen unterlegen, viel zu verkrampft und haben kein Zweikapfspiel gezeigt“, resümierte SVO-Coach Lerandy die schlechteste Halbzeit in der Oberliga-Geschichte des SV Oberachern.
In der Halbzeit wechselte Lerandy gleich drei Mal. Filkociv, Durmus und Giardini kamen für Zwick, Daouri und Stanic. Freiberg überließ das Spiel nun dem SV Oberachern, der nach 50 Minuten dann auch zum ersten Mal einen Torabschluss verzeichnen konnte. In der Folgezeit dann die besten Minuten der Gäste. Nach einer gelungenen Kombination von Gür und Feger auf der rechten Seite, stand Giardini frei im Strafraum der Gastgeber und konnte aus 11 Metern den ersten Auswärtstreffer des SV Oberachern, nach 352 Minuten Torflaute, erzielen. Den Treffer des Tages konnte in der 75. Minute Anthony Decherf erzielen. Aus 25 Metern traf er genau in den rechten Torwinkel und ließ bei den enttäuschten Fans aus Oberachern wenigstens ein wenig Hoffnung aufkommen. Doch bereits 7 Minuten später war es erneut Sökler, der nach einer umstrittenen Handspiel-Situation im Mittelfeld mit Pendinger zusammenstieß und den Ball über die Torlinie drückte. Der SV Oberachern konnte am Ende froh sein, dass Freiberg in der zweiten Halbzeit zwei Gänge zurück schaltete, sonst wäre das Debakel noch schlimmer geworden.
Oberacherns Trainer gratulierte seinem Gegenüber zum Sieg: „Wir haben es den Gegner heute nicht schwer gemacht. In Halbzeit zwei konnten wir 20 Minuten mitspielen, aber sonst war dies heute die schlechteste Leistung unserer Mannschaft. Nach dem letzten Heimspiel hatte ich mir sicherlich mehr erhofft, aber nach 24 Sekunden war unsere Vorgabe schon über den Haufen geworfen“.
Freibergs Trainer Gehrmann zeigte sich hochzufrieden: „Bei der Höhe des Ergbnis muss man aber auch die Leistung des Gegners sehen, der es uns heute sehr einfach gemacht hat.
Nach dem desolaten Auftreten, muss der SV Oberachern wieder den Blick in der Tabelle nach unten richten und hoffen, dass beim nächsten Heimspiel wieder eine anderes Gesicht zu sehen sein wird.
 
SGV Freiberg Fußball – SV Oberachern 6 : 2 (5:0)
SGV Freiberg Fußball: Bromma – Latifovic (47. Kröner), Sökler, Muzliukaj (72. Tasdelen), Marotta, Müller, Braun (66. Uygun), Fausel, Zagaria, Pischorn (C), Rohr
SV Oberachern: Pendinger – Sheron, Zwick (47. Durmus), Armbruster (C), Feger, Gür (67. Metzinger), Stanic (47. Filkovic), Muto, Decherf, Schwenk, Daouri (47. Giardini)
Tore: 1:0 Sökler (1.), 2:0 Rohr (19.), 3:0 Braun (33.), 4:0 Müller (39.), 5:0 Muzliukaj (43.), 5:1 Giardini (64.), 5:2 Decherf (75.), 6:2 Sökler (82.)
Schiedsrichter: Marc List (Stuttgart)
Zuschauer: 360

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